Alexandri-Schwestern als Dritte ins WM-Finale

Erstellt am 21. Juni 2022 | 13:44
Lesezeit: 3 Min
Alexandri-Schwestern greifen erneut nach Medaille
Alexandri-Schwestern greifen erneut nach Medaille
Foto: APA/AFP
Die Synchronschwimmerinnen Anna-Maria und Eirini Alexandri sind bei den Weltmeisterschaften in Budapest als Dritte ins Finale der Freien Kür eingezogen und dürfen sich damit erneut Hoffnungen auf eine Medaille machen. Das OSV-Duo kam in den Vorkämpfen am Dienstag, zwei Tage nach der sensationellen Bronzemedaille in der Technischen Kür, auf gute 92,0667 Punkte. In der Entscheidung am Donnerstag (16.00 Uhr) haben die 24-Jährigen exzellente Chancen auf den nächsten Bronze-Coup.
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Mit ihrer verbesserten Olympia-Choreografie "Böse Puppen", die in Tokio für Platz sieben gereicht hatte, verpasste das Alexandri-Duett den eigenen Punkterekord (92,2332) um eine Kleinigkeit. Favoriten auf Gold und Silber sind China (94,5667) und die Ukraine (94,0000). Im Kampf um Bronze werden es die gebürtigen Griechinnen mit Italien zu tun bekommen, die allerdings am Dienstag bei ihrer Final-Generalprobe mehr als 1,5 Punkte Rückstand auf die Alexandri-Schwestern hatten.

"Wir sind sehr zufrieden, am Ende waren wir sehr müde. Da fehlte noch ein wenig die Energie", sagte Anna-Maria Alexandri glücklich in der Mixed-Zone. Und Eirini ergänzte mit einem Lachen: "Italien haben wir geschlagen, das war unser Ziel. Das gibt uns ein bisschen Sicherheit." Trainerin Albena Mladenowa sah unterdessen noch ein wenig Verbesserungspotenzial bei ihren Schützlingen.

Nach dem Medaillen-Coup am Wochenende hatten sich die Schwestern mit einer Nutella-Torte am Hotelbuffet belohnt. "Wir haben jetzt eine Medaille und können ein wenig lockerer schwimmen", betonten die beiden, die von Österreichs Schwimm-Star Felix Auböck auf der Margareteninsel in der ungarischen Hauptstadt angefeuert worden waren.

Möglicherweise ein gutes Omen: Auch bei der EM im vergangenen Jahr war den Alexandri-Schwestern ebenfalls in Budapest ein Bronze-Doppelpack gelungen. Bei den Titelkämpfen in Ungarn fehlen allerdings die russischen Gold-Favoriten, die aufgrund des Angriffskrieges in der Ukraine vom Weltverband FINA ausgeschlossen worden waren.

Bereits am Mittwoch (16.00 Uhr) hofft Drillingsschwester Vasiliki Alexandri im Finale der Freien Kür des Solo-Bewerbs auf eine Überraschung. Sie hatte sich als Fünfte für die Entscheidung qualifiziert und war wie schon beim fünften Platz in der Technischen Kür in Schlagdistanz zu den Top drei. Allerdings beklagte Alexandri erneut die Einschätzungen der Wertungsrichter, die "nicht objektiv" seien. Österreich hat als einzige Top-Nation keine Wertungsrichter, die bei der WM im Einsatz sind.