ATP-Challenger in Tulln: Viel Lob für Premiere. ATP-Challenger in Tulln brachte viel positives Feedback, aber keine Austro-Erfolge. Die Titel gingen allesamt nach Deutschland.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 14. September 2021 (10:21)
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Jubel nach dem letzten Ballwechsel: Mats Moraing beeindruckte mit druckvollem Offensivspiel und sicherte sich den Turniersieg in Tulln.
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Bereits im Viertelfinale war Endstation für die Lokalmatadore. Der Pottendorfer Dennis Novak unterlag dem an Nummer zwei gesetzten 1,98-Meter-Hünen Jiri Novotny glatt in zwei Durchgängen, Überraschungsmann Filip Misolic (20) aus der Steiermark musste sich dem späteren Finalisten Hugo Gaston beugen. Dennoch fällt die Bilanz nach der ATP-Premiere in Tulln rundum positiv aus. Insgesamt 4.000 Fans auf den Rängen kamen ebenso auf ihre Kosten wie die Aktiven.

„Wir wollten den Fans ein Sportspektakel bieten und andererseits heimischen Talenten die Möglichkeit geben, sich vor eigenem Publikum zu präsentieren. Beides ist hervorragend gelungen“, unterstreicht NÖ-Sportlandesrat Jochen Danninger. Sportlich schossen die deutschen Tenniscracks den Vogel ab. Im Doppel gewann Routinier Dustin Brown (36) mit seinem zehn Jahre jüngeren Partner Andrea Vavassori das Endspiel gegen die brasilianische Paarung Rodrigues/Matos. ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer musste sich mit seinem Bruder Gerald schon in Runde eins verabschieden. „Klar wären wir gerne länger dabei gewesen“, räumt der Deutsch-Wagramer ein. Dass das Aus gegen die Siegerpaarung Brown/Vavassori kam, ist dann aber mehr als ein Trostpflaster.

Im Einzel überrollte der entfesselt aufspielende Deutsche Mats Moraing Misolic-Bezwinger Gaston. Der junge Franzose musste sich 2:6, 1:6 geschlagen geben. „Es war heute einfach so ein Tag, an dem alles lief, was laufen soll“, schwärmt Moraing, der sich als Erster in die Siegerliste beim NÖ Open powered by EVN eintragen konnte. Und anschließend seinen fünften Sieg auf der ATP Challenger Tour bei Toni Mörwald auf Schloss Grafenegg feierte.

In Feierlaune war man auch bei den Hausherren. „Jeder einzelne Turniertag war sozusagen ein Ass“, strahlt Bürgermeister Peter Eisenschenk. Turnierdirektor Florian Leitgeb hebt die positive Resonanz „bei Zuschauern, Spielern, Partner und Medien“ hervor: „Das ATP-Comeback in Niederösterreich ist auf alle Fälle geglückt.“