Haider-Maurer verlor in "Kitz" in zwei Sätzen. Im Achtelfinale des ATP-Sandplatzturniers in Kitzbühel ist am Mittwochnachmittag auch für Andreas Haider-Maurer Endstation gewesen.

Erstellt am 30. Juli 2014 (18:02)

Beim Jubiläums-Tennisturnier in Kitzbühel hält nur noch Dominic Thiem die heimischen Fahnen hoch. Der 20-jährige Jungstar, um den 2014 der Tennis-Klassiker in der Tiroler Ski-Hauptstadt aufgebaut ist, wird wegen Regens aber frühestens am Donnerstag um einen Platz im Viertelfinale kämpfen können. Ausgeschieden ist nach Gerald und Jürgen Melzer auch Andreas Haider-Maurer.

Der Niederösterreicher musste am Mittwoch nach einer vierstündigen Regen-Verschiebung in einer Schlechtwetter-Pause auf den Platz und sah sich nach der 3:6,6:7(4)-Niederlage gegen den favorisierten Tschechen Lukas Rosol auch als Opfer der nassen Verhältnisse. Das Match begann mit einem offenen Schlagabtausch und einem zwölf Minuten dauerten Eröffnungs-Game. Nach einem Break zum 2:1 spielte Rosol den ersten Satz souverän zu Ende, im zweiten Satz ließ Haider-Maurer eine Führung mit Break ungenutzt. Nach dem Rebreak zum 5:5 und einem Tiebreak ging Rosol nach 1:38 Stunden als Sieger vom Platz.

Und zwar bereits wieder bei Nieselregen. Der Centre Court wurde danach sofort wieder abgedeckt und wenig später das komplette Mittwoch-Programm abgebrochen. Für Haider-Maurer kam diese Entscheidung zu spät.

Bälle waren "fünfmal so schwer wie normal"

"Den zweiten Satz hätte ich gewinnen müssen, das Rebreak war mein Fehler", gestand der 27-jährige Niederösterreicher. "Ich hätte mir gerne einen dritten Satz angeschaut, denn da hätte ich durchaus Chancen gehabt. Schade." Als einen Grund für seine Niederlage nannte "AHM" auch die vielen Return-Winner des als Nummer drei gesetzten Tschechen. "Die gehen aber nur durch die schweren Bälle."

Die Filzkugeln fielen tatsächlich oft am Rand des Kitzbüheler Centre Courts in Wasserpfützen. "Dadurch waren sie fünfmal so schwer wie normal", meinte Haider-Maurer. "Das kam Rosol entgegen und ich konnte kein Tempo ins Spiel bringen."

Angesprochen auf die Entscheidung der Turnierleitung, die Wildcard nicht ihm sondern seinem - späteren - Erstrunden-Gegner Gerald Melzer (ATP-241) zu geben, meinte Haider-Maurer: "Das Thema ist noch nicht gegessen. Ich werde diese Aktion nicht vergessen." Trotzdem will er auch 2015 in Kitzbühel antreten, "weil dies mein Lieblingsturnier ist. Ich hoffe, ich habe dann ein Ranking, das Diskussionen erübrigt."

Vorbereitungen für US-Open

Haider-Maurer will vor den US-Open kein Turnier mehr bestreiten, nur einmal Liga in der Schweiz spielen. Er will sieben Tage vor dem US-Major anreisen, um sich auf Hardcourt vorzubereiten.

Neben der Partie des Österreichers konnte am Mittwoch nur noch ein weiteres Achtelfinal-Einzel mit dem argentinischen Qualifikanten Maximo Gonzalez als Sieger fertig gespielt werden. Wegen des am Abend erneut einsetzenden Regens wurde das Programm abgebrochen, weiter geht es am Donnerstag um 11.00 Uhr. Als zweites Match wurde die Partie von Thiem gegen Vesely angesetzt. Laut ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) wird eine Wetterberuhigung eintreten.