Rodionov nach Sieg über Ofner im Paris-Hauptfeld. Der Matzener Jurij Rodionov ist neben dem Lichtenwörther Dominic Thiem und dem Bad Vöslauer Dennis Novak der dritte Österreicher im Hauptfeld der French Open 2020.

Von APA / NÖN.at. Update am 25. September 2020 (16:26)
Jurij Rodionov
APA/Erwin Scheriau

Der 21-jährige Niederösterreicher rang am Freitag in der letzten Qualifikationsrunde seinen Landsmann Sebastian Ofner mit 6:4,3:6,6:3 nieder und darf sich nun auf seine Premierenteilnahme bei einem Grand Slam Turnier freuen.

Im wichtigen Österreicher-Duell der beiden Weltranglisten-Nachbarn Ofner (167.) und Rodionov (169.) hatte Rodionov zunächst die Nase vorne. Allerdings dauerte der erste Satz fast eine Stunde. Nachdem Ofner mit dem Gewinn des zweiten Satzes ausgeglichen hatte, drehte Rodionov das Momentum im Entscheidungssatz mit einem frühen Break zum 2:0 und einem erfolgreichen Aufschlagsspiel zum 3:0.

Auch die folgende Regenunterbrechung brachte Ofner nicht mehr zurück ins Match. Nach insgesamt 2:18 Stunden verwertete Rodionov seinen ersten Matchball zum Sieg, nach dem er auf die Knie fiel und beide Fäuste ballte.

Es war auch Rodionovs erster Sieg gegen Landsmann Ofner. Der drei Jahre ältere Steirer hat im Gegensatz zu Rodionov bereits Major-Erfahrung. Vor drei Jahren überraschte er in Wimbledon mit dem Einzug in die dritte Runde, seitdem hat Ofner aber keine Major-Teilnahme mehr geschafft.

Nun gegen Chardy

Rodionov feiert sein Debüt im Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers gegen einen Lokalmatador. Rodionov trifft erstmals überhaupt auf den Franzosen Jeremy Chardy.

Der 33-jährige Chardy ist als Nummer 64 im ATP-Ranking freilich klarer Favorit gegen den zwölf Jahre jüngeren Niederösterreicher. Rodionov ist aktuell 169. in der Weltrangliste.