Thiem mit starkem Training gegen Anderson in New York. Dominic Thiem hat sich am Sonntag bei einer zweistündigen Trainingseinheit mit dem Aufschlag-Riesen Kevin Anderson aus Südafrika deutlich gesteigert.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 27. August 2017 (20:27)
Dominic Thiem bereitet sich auf seine vierten US Open vor
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Der 23-jährige Lichtenwörther, der bei den US Open in Flushing Meadows als Nummer 6 gesetzt ist, kann seinen ersten Auftritt am Dienstag gegen Alex de Minaur (AUS) kaum noch erwarten.

"Jetzt kribbelt es schon sehr. Noch einen Tag länger warten, dann geht es endlich los", sagte Thiem vor seinem insgesamt 16. Major-Turnier. Der Weltranglisten-Achte wird am Montag nicht auf der Anlage, sondern noch einmal auf Randalls Island in der Akademie von John McEnroe trainieren. "Jetzt liegt das Hauptaugenmerk darauf, dass ich am Dienstag wirklich bei 100 Prozent bin. Man schaut, dass man in allen Belangen frisch bleibt."

Thiem wird seinen ersten Arbeitstag bei den US Open am Dienstag schon um 11.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr MESZ/live ORF Sport +) beginnen. Sein Erstrundenmatch gegen de Minaur wurde als erste Partie auf dem Grandstand, dem drittgrößten Platz der Anlage, angesetzt.

Auch wenn es in Washington und bei seinen zur "US Open Series" zählenden zwei Turnieren in Montreal und Cincinnati nicht ganz nach Wunsch gelaufen ist, blickt Thiem zuversichtlich in Richtung US Open. "Es war ja die letzten Jahre genauso. In Kanada und Cincinnati war ich noch nie ein Großmeister und dann habe ich hier eigentlich immer gut gespielt. Das stimmt mich optimistisch", so der Lichtenwörther.

Im Zuge der Diskussionen um die Verletzungsserie hatte sich die neue und alte Nummer eins, Rafael Nadal, auch für - zumindest phasenweise - einheitliche Bälle zur Schonung des Arms ausgesprochen. "Es ist eine sehr schlechte Entscheidung, in Montreal und Cincinnati mit einem Ball zu spielen und hier mit einem anderen. Das ist sehr schlecht für den Ellbogen, das Handgelenk und die Schulter. Warum kann man nicht die ganze Serie mit Wilson US-Open-Bällen spielen?", fragte Nadal.

Thiem freute sich über Nadals Aussagen, er hat ja schon mehrmals ausgedrückt, dass er die Bälle vor den US Open überhaupt nicht mag. "Ich bin auf jeden Fall dafür. Man kann schon ein paar verschiedene Bälle spielen, aber nicht zu viele", sagte Thiem zur APA und verglich es mit dem Fußball: "Da wird auch in der Bundesliga ein Ball gespielt, in der Champions League einer. Was ich komisch finde: Es heißt sogar 'US Open Series' und dann werden verschiedene Bälle gespielt, das verstehe ich nicht ganz."

Der zweifache French-Open-Semifinalist präsentiert sich in New York wieder in neuem adidas-Outfit, das diesmal sehr bunt in Blau-Rot-Orange-Weiß gehalten ist. "Ich finde es cool, es ist etwas Anderes auf jeden Fall. Seit dem 'Zebra' (ein spezielles French-Open-Design 2016, Anm.) war alles relativ gleich und fad, aber jetzt ist es richtig cool." Zu sehen ist es freilich erst im Auftakt-Match am Dienstag, im Training hat er bisher nur die dazu passenden Schuhe verwendet.