Tennishallen und Co. mit Hilferuf. Die Plattform ÖTR will eine starke Stimme für alle Hallen sein. Ruf nach Öffnung, Test-Mitsprache und Abo-Entschädigung.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:00)
Symbolbild
Ivana P. Nikolic, Shutterstock.com

Tennis und andere Racketsportarten formieren sich zu einer Interessensvertretung – Die „Plattform Österreichischer Tennis- und Racketsporthallen“ (ÖTR) möchte den Racketsporthallen des Landes eine gemeinsame Stimme geben. Anlass ist freilich der Lockdown der Hallen für die breite Öffentlichkeit, trainieren dürfen indoor nur Spitzensportler.

Gibt den Sporthallen eine Stimme: Marcel Weigl.
Markus Grill

Diese Maßnahme sorgt für Kritik, vor allem bei den Tennishallen. Zwei Spielern stehen insgesamt rund 260 Quadratmeter zur Verfügung. Also deutlich mehr, als in anderen Bereichen vorgeschrieben ist. An Bord der ÖTR – die als gemeinnütziger Verein auftritt – ist der Vösendorfer Marcel Weigl. Seines Zeichens Präsident des Österreichischen Racketlonverbands.

Vier zentrale Forderungen formuliert

Racketlon umfasst die Sportarten Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis. Beim ÖTR fungiert Weigl als Geschäftsführer. Dass er sich bei der Plattform engagiert, hat mit den Bitten des Racketsportcenter Graz zu tun. Dort soll 2021 die Racketlon-WM stattfinden. Doch das Center geriet aufgrund der Pandemie in finanzielle Nöte. So geht es etlichen anderen Hallenbetreibern, weshalb die ÖTR bei ihrer Geburtsstunde vier zentrale Forderungen formulierte:

Umsatzersatz für Abos: Wie in der Tourismusbranche sollen den Tennis- und Racketsporthallen die finanziellen Ausfälle für November und Dezember ersetzt werden. Laut Weigl ein Tropfen auf den heißen Stein: „Die Abos werden im August und September abgeschlossen. Das ist die Haupteinnahmequelle für die Hallen.“

Schnellstmögliche Öffnung: Angesichts der allgemeinen Situation scheint eine rasche Öffnung der Hallen höchst unwahrscheinlich: „Ja, man muss realistisch bleiben, aber fordern muss man es auch“, kommentiert Weigl.

Mitsprache bei Prävention: Wenn die Hallen wieder öffnen, wollen sich die Betreiber kein Konzept aufoktroyieren lassen. „Die Hallen müssen bei Test- und Präventionskonzepten eingebunden sein. Immerhin müssen sie es vor Ort auch umsetzen“, fordert Weigl.

Gemeinsamer Auftritt: Erst einmal sollen aber möglichst viele Hallenbetreiber Mitglied beim ÖTR werden. „Damit wir gemeinsam die lauteste Stimme haben“, so Weigl.