Thiem bleibt auf ATP-Tour. Tennis / Der Lichtenwörther ist endgültig im Profitennis angekommen.

Von Michael Weller. Erstellt am 21. Januar 2014 (10:00)
Dominic Thiem scheiterte bei seiner Grand-Slam-Premiere erst in Runde zwei. Foto: EPA/Made Nagi
NOEN, MADE NAGI (EPA)

NÖN: Sie haben in Australien alle Erwartungen übertroffen. Wie ist Ihr persönliches Resüme der letzten Tage?
Dominic Thiem: Es war ein Traum! Nachdem ich schon in der ersten Quali-Runde fast draußen war, ist die zweite Runde im Hauptbewerb ein unerwartetes Ergebnis für mich.

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NOEN, MADE NAGI (EPA)
Wie sind Sie mit dem Druck, den starken Gegnern und der Hitze umgegangen?
Ich wusste vorher überhaupt nicht, was auf mich zukommt. Es ist ungewohnt, gegen so gute Spieler auf dem Platz zu stehen, vor allem gegen einen so starken Aufschläger wie Kevin Anderson. Die Hitze war extrem, ich musste mich vor den Spielen mit Eisbädern abkühlen. Auch zwischen den Games kamen die Eiswürfel im Nacken zum Einsatz.

„60 ATP-Punkte für French Open-Hauptbewerb sollten machbar sein“

Was fehlt Ihnen noch, um auch gegen die Top-Spieler gewinnen zu können?
Eindeutig die Erfahrung. Ich muss einfach viel öfter gegen so gute Leute spielen, um mich an das Niveau zu gewöhnen. Dann wird das schon passen.

Wie sehen Ihre Pläne für die nächsten Wochen aus?
Wenn ich mich vom Jetlag erholt habe, werde ich zwei Wochen trainieren und danach geht es wieder zu Turnieren. Ich möchte vorerst auf der ATP-Tour bleiben, um dort Erfahrungen und vor allem Punkte zu sammeln. Sollte das nicht klappen, gehe ich wieder auf die Challenger-Ebene zurück. Mein nächstes großes Ziel ist der Hauptbewerb der French Open, dafür fehlen mir noch rund 60 ATP-Punkte. Das sollte machbar sein.

Interview: Michael Weller