Thomas Diethart: Wie alles begann!. Die NÖN begleitet unseren neuen Überflieger seit mehr als zehn Jahren: vom Schülermeister zum Medaillengewinner!

Erstellt am 02. Januar 2014 (10:01)
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Vater Gernot Diethart im Gespräch

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NÖN:Thomas hat mit einem dritten Platz in Oberstdorf den Durchbruch geschafft. Wie geht es dem Vater dabei?
Gernot Diethart: Ich bin einfach unheimlich stolz. Wenn mir vor zwei Wochen jemand gesagt hätte, dass Thomas bei der Tournee aufs Podest springt, hätte ich darüber nur lachen können.

Ist das jetzt der Lohn für Jahre der Entbehrungen?
Diethart: Ja, schon ein wenig. Meine Frau und ich haben unser Leben total auf Thomas abgestimmt und viel auf uns genommen. Wenngleich wir das alles auch nicht bereut hätten, wenn Thomas jetzt nicht so kometenhaft aufgestiegen wäre. Für Thomas und mich gehörte das damals irgendwie dazu, dass wir mit dem Camping-Zelt ausgerückt sind und damit an der Schanze übernachtet haben.

Thomas bekam schon im Vorfeld der Tournee einen eigenen Sponsorvertrag. Gehören damit finanzielle Engpässe der Vergangenheit an?
Diethart: Cheftrainer Alex Pointner hat uns dabei sehr geholfen, dass das klappt. Bis Saisonende hat Thomas jetzt einen eigenen Kopfsponsor. Eines ist aber schon auch klar: Jetzt gilt es, schön auf dem Boden zu bleiben. Skispringen ist sehr sensibel. Es funktioniert von einem Moment auf den anderen alles super und kann genau so schnell wieder abreißen.

Reicht bei Thomas die Substanz, um seine Form über die komplette Tournee zu halten?
Diethart: Mental mache ich mir da wenig Sorgen. Er ist fokussiert und lässt es einfach laufen. Das Team rund um Cheftrainer Alex Pointer hält ihm auch so gut es geht den Rücken frei. Die wissen genau, was sie tun. Klar muss Thomas ein paar Interviews mehr geben, aber ansonsten braucht er sich nur auf das Skispringen zu konzentrieren. Wie sehr ihm die Strapazen körperlich zusetzen, kann ich schwer vorhersagen. Da fehlen uns halt komplett die Erfahrungswerte.
 


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Seite 3: Bürgermeister Rudi Friewald über den Erfolg

Der Lehrer Georg Föstl

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Georg Förstel, Leiter der Sport-Mittelschule Tulln und vier Jahre lang Klassenvorstand von Thomas Diethart: „Thomas wollte schon seit seiner frühen Kindheit Skispringer werden. Er war schon als Schüler ein sehr guter Sportler, war turnerisch unheimlich talentiert, konnte aus dem Stand einen Salto rückwärts machen. Er hatte eine irre, schnelle Reaktionszeit und war ein guter Kletterer.

Als er in die 4. Klasse gegangen ist, hatte ich das Gefühl, dass ihm alles zuviel werden könnte, Thomas wirkte vom vielen Training oft müde. Er war ja – oft im Wohnwagen– ständig unterwegs. Damals habe ich mir Sorgen gemacht und Angst gehabt, dass er hängen bleibt. Schon allein deshalb, weil er aus Niederösterreich kommt, war sein Weg nicht einfach.

Die Springen habe ich Fernsehen verfolgt. Ich freue mich wahnsinnig für Thomas. Das war sein Durchbruch. Die Lockerheit hat ihm gut getan – da vergleiche ich ihn mit Andi Goldberger.
Die Schule ist sehr stolz auf Thomas, wir würden uns sehr freuen, wenn er uns besuchen kommt.“

Seite 3: Bürgermeister Rudi Friewald über den Erfolg

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Bürgermeister Rudi Friewald

„Mit Begeisterung habe ich die letzten Bewerbe von Thomas Diethart verfolgt. Er hat bewiesen, dass man mit Zähigkeit Erfolg haben kann. Das Unglück von Morgenstern war sein Glück, so hat Thomas im Weltcup allen zeigen können, was er kann.
Die Gemeinde hat immer an ihn geglaubt und ihn seit seiner Kindheit unterstützt. Wir sind sehr stolz auf ihn und werden ihm bei seiner Heimkehr einen schönen Empfang bereiten.“