Gemeinsam aus dem Keller raus. Wiener Neustadt verlässt den letzten Platz dank der Schützenhilfe von Admira Wacker Mödling.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 01. September 2014 (10:33)
Sei umschlungen. Trainer Heimo Pfeifenberger mit seinem Goldtor-Schützen Christoph Freitag.
NOEN, GERT EGGENBERGER / APA / picture

Blau-Gelb ist in Mode. Zumindest am vergangenen Wochenende. Wiener Neustadt gibt die rote Laterne ab. Mit einem sensationellen 1:0 über Wolfsberg klettert der SC in der Tabelle nach oben.

„Das war eine starke Leistung der ganzen Mannschaft – vor allem von einem überragenden Thomas Vollnhofer“, befand SCWN-Sport- und PR-Manager Günter Kreissl. Für die Entscheidung sorgte Christoph Freitag in der Schlussphase.

Dass die Neustädter den Tabellenkeller ein Stück weiter verlassen konnten, hatten sie auch den NÖ-Kollegen zu verdanken: Admira Wacker Mödling schlägt den Wiener Großklub Austria mit einem aufopfernden Kampf mit 2:1. „Wir haben die Niederlage gegen Wiener Neustadt genau analysiert und sind heute ganz anders aufgetreten. Wir dürfen einfach keine Geschenke machen“, erklärt Trainer Walter Knaller. Admira fightete tapfer und wurde belohnt. Eldis Bajrami hatte bei einem Freistoß Glück, dass die Mauer die Kugel unhaltbar abfälschte. Stephan Zwierschitz war der Nutznießer eines Lindner-Patzers nach einem Eckball.

Während sich die Admiraner in den Armen lagen, hatte der Ex-St. Pölten-Coach Gerald Baumgartner nichts zu lachen. Seit er den Posten als Austria-Trainer im Sommer übernommen hat, wartet er noch immer auf den ersten Saisonsieg. „Ich brauche jetzt einen Tag Pause“, war er von der Niederlage sichtlich gezeichnet. Der violette Vorstand hält Baumgartner die Treue. „Es gibt keine Trainerdiskussion“, so Finanz-Boss Markus Kraetschmer.

Baumgartner könnte am Montag noch eine Last Minute-Verstärkung erhalten – keine Spur davon bei den niederösterreichischen Vereinen. „Im Fußball kann es immer Überraschungen geben, geplant ist jedoch nichts“, meint Admiras Knaller. Beim SC Wiener Neustadt hat sich Thomas Pichlmann Richtung US Grosseto (3. Liga Italien) verabschiedet. Kreissl: „Weitere Abgänge sind nicht geplant. Bei den Zugängen sind wir nicht an den letzten Transfertag gebunden.“ Zwei vereinslose Spieler sind im Neustädter Fokus.