(K)ein Sieger im Derby. Südstädter bleiben nach einem torlosen Remis weiterhin drei Punkte vor Wiener Neustadt.

Von Fritz Hauke und Alexander Wastl. Erstellt am 18. Mai 2015 (08:23)
NOEN, Foto: Möhsner
Krampf im Abstiegskampf. Admiras Benjamin Sulimani (r.) und Tobias Kainz von Wiener Neustadt steckte der Druck im Abstiegskampf in den Beinen. Das Derby endete torlos ohne große Highlights.

Es war fast zu erwarten, dass das letzte NÖ-Derby der Bundesliga – für zumindest ein Jahr – kein fußballerischer Leckerbissen wird. Zu viel gab es zu verlieren für beide Seiten.

Dabei wurden die Kicker von einer tollen Kulisse begleitet. Der von der Admira initiierte „Red Day“ schlug weite Kreise. Über 8.200 Zuseher fanden den Weg ins Stadion, zum größten Teil gratis. Denn wer via Kleidungsstück, Perücke oder Sonstigem (Rote) Farbe bekannte, hatte freien Eintritt auf die Heimtribünen.
Auch Admira-Coach Oliver Lederer meinte, „die Kulisse hätte sich etwas Besseres als dieses Spiel verdient gehabt“. Dennoch wird Lederer in der Nacht nach dem Derby weitaus ruhiger geschlafen haben als sein Pendant Helgi Kolvidsson. Denn die Südstädter hielten mit dem Unentschieden den Drei-Punkte-Abstand, haben zudem die weitaus bessere Tordifferenz.

„Entscheidung vertagt“, weiß Lederer aber, dass es bis zum Schluss spannend bleiben wird. Auch in der Auslosung sieht Lederer keine Vorteile: „Es wäre vermessen, würden der Neunte und Zehnte der Tabelle plötzlich über die bessere Ausgangslage debattieren.“

Einen wichtigen Grundstein für die kommende Saison legten die Südstädter aber definitiv: In zweite Instanz wurde nach der Nennung von Ernst Baumeister als Trainer die Lizenz für die kommende Saison erteilt.

Mit frischem Input in die heiße Phase

Eine Personalentscheidung am Trainersektor hat es auch beim SC Wiener Neustadt gegeben – auch wenn bei Weitem nicht so tief greifend. Mario Posch, vormals Co- und Amateure-Trainer in Neustadt, wird das bestehende Betreuerteam von Kolvidsson ergänzen. Er saß beim Derby auf der Tribüne – zwecks Übersicht und tauschte sich in der Halbzeit mit seinem Cheftrainer aus. Das wird er auch in den kommenden drei Partien so handhaben: Die „englische Woche“ beginnt für den SC Wiener Neustadt vor heimischem Publikum gegen Wolfsberg, danach folgt Rapid auswärts. „Gegen Wolfsberg haben wir im Herbst zu Hause gewonnen“, hat Wiener Neustadts Sport- und PR-Manager Günter Kreissl die Kärntner in guter Erinnerung.

Kreissl hat im Moment einen schweren Job –  einen Kader basteln, wenn noch nicht fix ist, in welcher Liga es ab Sommer weitergeht. Kreissl: „Die Spieler, an denen wir Interesse haben, sind großteils informiert. Aber es unterschreibt dir kein auswärtiger Spieler einen Vertrag, wenn du nicht weißt, in welcher Liga es weitergeht. Es ist nicht zu erwarten, dass wir Neue präsentieren, solange tabellarisch nicht alles geklärt ist.“