Träne schnell weggewischt. Beachvolleyball / Stefanie und Doris Schwaiger verpassten bei der WM in Polen eine Medaille denkbar knapp. Den Tränen wich aber bald die Zuversicht. Bei der Heim-EM in Klagenfurt soll der Bann endlich gebrochen werden.

Erstellt am 07. Juli 2013 (16:10)
NOEN

Von Bernhard Schiesser

Bodenständig, zuvorkommend und immer ein Lächeln im Gesicht – so kennen nicht nur die Beachvolleyball-Fans die Schwaiger Sisters mittlerweile. Die Waldviertlerinnen können aber auch anders. Nach dem Viertelfinalaus bei der Weltmeisterschaft im polnischen Stare Jablonki waren die Schwaigers zornig. „Wir haben das Match praktisch schon gewonnen gehabt. Das ist so bitter“, trauert Doris Schwaiger-Robl einer WM-Medaille nach. 11:7 führten die Beachvolleyball-Asse gegen die Amerikanerinnen April Ross und Whitney Pavlik im Entscheidungssatz, ehe sie völlig den Faden verloren und mit 13:15 verloren.

Wie bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 sowie der Weltmeisterschaft 2009 holten die Schwaigers auch diesmal Platz fünf und schrammten damit denkbar knapp an einer Medaille vorbei. Bei der Europameisterschaft am Wörthersee in drei Wochen soll sich das ändern. „Zwei Tage später schaut die Welt schon wieder anders aus. Wir holen in Klagenfurt nach, was wir in Polen verpasst haben“, regiert bei Stefanie die Zuversicht.

Das Turnier in Klagenfurt, heuer gleichbedeutend mit der EM, wurde ohnehin als großes Saisonziel ausgegeben: „Die WM war ohnehin nur als Vorbereitung gedacht. In Klagenfurt holen wir die Medaille“, versichert Stefanie.

Beste Schwaigers,   die es je gab

Das die Schwaigers in Topform sind, bewiesen sie aber nicht nur in Polen, das weist auch die aktuelle Weltrangliste aus. Platz vier – so gut waren die Waldviertler Schwestern noch nie. Die besten Schwaigers, die es je gab? „Vielleicht! Aber wir können uns immer noch steigern. Die Medaillen kommen irgendwann von alleine“, schielt Stefanie schon auf das Fernziel Olympia 2016.

Doch nicht nur die Schwaigers überzeugten bei der Beachvolleyball-WM. Das SV Schwechat-Duo Clemens Doppler und Alexander Horst landeten auf Rang neun. „Wir kommen mit einem Lächeln nach Hause, denn die WM hat gezeigt, dass wir mit der Weltspitze mithalten können. Vor ein paar Jahren haben wir gegen Top-Teams noch klare Niederlagen einstecken müssen, jetzt sind wir auf Augenhöhe“, ist Horst zufrieden.

Bei der Europameisterschaft in Klagenfurt (30. Juli bis 4. August) zählen die NÖ-Beachvolleyballteams jedenfalls zu den ganz heißen Medaillenanwärtern.