Trainingsintensität in Belek verblüfft Dadic. Das Trainingslager der St. Pöltner Trainingsgruppe von Coach Philipp Unfried in der Türkei neigt sich dem Ende zu. Auch Österreichs Siebenkampf-Ass Ivona Dadic ist von Belek begeistert. In den letzten Jahren hat sie im April immer in den USA trainiert, aber heuer war dies aufgrund der verschärften Covid-19-Einreiseregeln nicht möglich.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 29. April 2021 (21:13)
Ivona Dadic absolviert im Trainingslager auf Belek ein intensives Programm. Aber sie weiß, wofür sie sich heuer schindet: „Den Olympischen Spielen ordne ich heuer alles unter!“ Auch auf einen Start in Götzis verzichtet sie daher.
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Eigentlich sollte es, wie die Jahre zuvor, im April für Ivona Dadic nach Miami ins Trainingslager gehen. Die strengen Einreisebestimmungen ließen eine USA-Reise jedoch nicht zu, weshalb eine andere Variante in Europa gefunden werden musste. „Belek war auch die letzten Jahre immer schon ein Thema, da alle Athleten von den Bedingungen dort geschwärmt haben, weshalb dann auch schnell klar war, dass wir dorthin fliegen werden“, erklärt Trainer Philipp Unfried die Wahl des neuen Trainingsorts.

Magdalena Lindner, der neue Sprint-Star der Union St. Pölten, musste wegen ihres Sportstudiums auf der Schmelz zwar schon nach zwei Wochen wieder heimreisen, war aber begeistert. „Die Trainingsbedingungen in Belek sind echt super, viel besser als beispielsweise in Teneriffa, wo wir in den letzten Jahren in den Wintermonaten auch viel Zeit verbracht haben“, hat die Kremserin eine neue Lieblingsdestination fürs Training gefunden. Und Unfried zeigt sich positiv überrascht, dass im Stadion so wenig los ist. „Das ist für das Techniktraining perfekt!“

„Ich bin für Tokyo hier und nicht auf Urlaub“

Dadic lobt die Intensität der Trainingswochen auf Belek. „Ich bin jedes Mal wieder verblüfft, wie schnell die Tage vergehen und wie wenig Freizeit bleibt. Aber ich bin hier, um mich auf Tokyo vorzubereiten und nicht, um Urlaub zu machen, also ist das schon in Ordnung. Und solange ich es hin und wieder Mal eine Stunde zum Strand schaffe, bin ich schon zufrieden“, beschreibt sie ihren Trainingslageralltag.

Nach dem Rückflug nach Österreich am 1. Mai steht für Dacic eine Woche mit vermehrter Regeneration am Plan, ehe dann Mitte Mai die finale Wettkampfplanung bis zu den Olympischen Spielen ausgearbeitet wird. Eines steht jedoch schon jetzt fest: Dadic wird beim traditionsreichen Mehrkampfmeeting in Götzis heuer nicht am Start stehen.

„Götzis-Absage fällt schwer“

„Diese Absage fällt mir wirklich schwer, da wir im Prinzip heuer mit Götzis geplant haben. Ich habe mit meinem Coach aber im Vorfeld ausgemacht, dass wir entweder die Hallen-EM oder Götzis in der Vorbereitung auf Tokyo machen, auf keinen Fall aber beides. Und eine EM ist eben eine EM, die lässt man nicht leichtfertig aus, zumal wir im letzten Jahr kein einziges Großereignis hatten, und uns Covid ja nach wie vor in eine ungewisse Zukunft blicken lässt“, meint Österreichs Mehrkampf-Ass dazu, versteht aber auch die Enttäuschung der Meeting-Organisatoren in Götzis.

„Götzis ist ein großartiges Meeting, an dem wir kommende Saison sicher wieder gerne teilnehmen und zum Glück haben auch die großartigen Vorarlberger Organisatoren verstanden, dass wir heuer einfach alles auf Olympia ausrichten wollen“, erklärt Unfried.