Traiskirchen verliert auch das Kellerduell. Die Traiskirchen Lions können in der Liga weiter nicht gewinnen, unterlagen auswärts den Vienna Timberwolves in einer umkämpften Partie mit 70:78.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 22. November 2020 (08:05)
Adam Thoseby und die Traiskirchen Lions schafften auch gegen die Timberwolves kein Befreiungsschlag. In sieben Ligaspielen setzte es die siebente Niederlage.
Branko

Im Kellerduell starteten die Wölfe besser ins Spiel und Jakob Szkutta setzte mit fünf Punkten hintereinander die erste Duftmarke. Angeführt von Dani Koljanin und Mario Spaleta glichen die Löwen aber nach rund vier Minuten nicht nur aus, ein Dreier von Adam Thoseby bedeutete sogar die erste Traiskirchner Führung in der Partie. Ab diesem Zeitpunkt war es ein Spiel auf Augenhöhe und keine Mannschaft setzte sich um mehr als drei Punkte ab. Die Wiener gewannen das erste Viertel denkbar knapp mit 24:23. Der Anfang des zweiten Viertels war geprägt von vergebenen Chancen und Eigenfehlern und die Führung wechselte einige Male. Ein 8:2-Run der Timberwolves bedeutete zum ersten Mal eine Acht-Punkte-Führung. Koljanin verkürzte zwar noch, die Wolves führen aber zur Pause mit fünf Punkten.

Dran geblieben, aber nicht mehr

 

Die ersten fünf Minuten des dritten Viertels hatten die Wiener das Spiel unter Kontrolle. Dann schlichen sich wieder einige Fehler ein und Traiskirchen kam auf zwei Punkte heran. Der dritte Spielabschnitt ging mit 15:15 unentschieden aus und die Donaustädter hatten weiterhin fünf Punkte Vorsprung. Die Niederösterreicher wollten im Schlussviertel die Wende herbeiführen und schlossen gleich wieder auf. Die Wiener wehrten sich aber erfolgreich und konnten mit einem 10:3-Run die Vorentscheidung herbeiführen. Die aggressive Verteidigung der Lions bescherte zwar einige Ballgewinne, die aber nicht in Punkte umgemünzt werden konnten. Die Timberwolves gewannen das Spiel verdient mit 78:70.

Stimmen zum Spiel

 

Hubert Schmidt, Coach Timberwolves: „Ich glaube, es war ein sehr verdienter Sieg für uns. In der ersten Halbzeit haben beide Teams eine gute Offensive gespielt. Da hat man auch gesehen, wie gefährlich und talentiert Traiskirchen ist. In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen die Aggressivität in der Offensive verloren und nicht immer die besten Entscheidungen getroffen. Aber wir haben Traiskirchen in der zweiten Halbzeit auf 30 Punkte gehalten und das ist eine sehr starke Leistung meiner Mannschaft.“

Philipp D´Angelo, Spieler Timberwolves: „Wir haben von Anfang bis zum Ende gekämpft. Zwischenzeitlich haben wir leider ein wenig nachgelassen und der Offensive war nicht unser Tag, aber der Sieg für uns ist verdient und wir können darauf aufbauen.“ 

Markus Pinezich, Coach Lions: „Die Niederlage schmerzt. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, das hat sich schon im letzten Spiel gezeigt und es haben auch heute in den entscheidenden Phasen die individuellen Fehler das Spiel entschieden. Die Timberwolves haben es gut angelegt und haben zum Schluss auch verdient gewonnen.“ 

Luka Kamber, Spieler Lions: „Wir haben am Ende leider zu viele Fehler gemacht und in der Offensive zu schnell abgeschlossen. Wir sind in der Defense zu leicht geschlagen worden im eins gegen eins. Am Ende war es leider eine verdiente Niederlage.“ 


Beste Werfer: Szkutta 23, Nikolic 17, John 13 bzw. Koljanin 25, Spaleta und Thoseby je 14