Ironman 70.3: Die „Eisernen“ kommen. 2.500 Einzelstarter matchen sich am 26. Mai beim Ironman 70.3 in St. Pölten. Der Gumpoldskirchner Michael Weiss will seinen Titel in der NÖ-Metropole verteidigen.

Von Wolfgang Wallner und Claus Stumpfer. Erstellt am 14. Mai 2019 (02:15)
sepamedia/Bollwein
Nur mehr zwei Wochen bis zum Startschuss! Im Vorjahr triumphierte Michael Weiss beim Ironman 70.3 in St. Pölten.

Kurzentschlossen zum Ironman? Keine Chance. Das Extremsport-Event in St. Pölten (24. bis 26. Mai) war erstmals in der 13-jährigen Geschichte schon drei Monate vor dem Startschuss restlos ausverkauft. Was mit rund 500 Aktiven im Jahr 2007 begonnen hat, ist heute zum Klassiker der Szene avanciert.

Eine zweigeteilte Schwimmstrecke (durch die Viehofener und den Ratzersdorfer See) über insgesamt 1,9 Kilometer, gefolgt von 90 Kilometern am Rad mit immerhin 1.000 zu bewältigenden Höhenmetern und eine flache Halbmarathonstrecke zum Abschluss erwarten die Sportler. Und die lassen sich nicht lange bitten.

Weiss im engsten Kreis der Favoriten

„Wir erwarten heuer 2.500 Einzelstarter und 300 Staffelathleten bei unserem Hauptbewerb am Sonntag“, blickt Renndirektor Jürgen Gleiss zum diesjährigen IRONMAN 70.3, der am 26. Mai in Szene gehen wird. Schon am 24. Mai folgen die ersten Sideevents. „Übers ganze Wochenende verteilt werden etwa 3.500 Athleten, von den IRONKIDS, über die Firmen- und die Funathleten bis hin zu den Profis, an den Start gehen“, weiß Gleiss.

Bei den Herren ist Titelverteidiger Michi Weiss wieder der Topfavorit. Zuletzt wurde der gebürtige Gumpoldskirchner Achter bei den nordamerikanischen Ironman-Meisterschaften in Texas. In Südafrika schaffte es der 38-Jährige sogar in 7:42,35 Stunden aufs Podest. Weiss gilt als Vielstarter, hat heuer schon drei Ironman-Bewerbe hinter sich: „Ich halte lieber die Spannung hoch, als in den Trainingsmodus umzuschalten.“ Mit dem Schweden Jesper Svensson, der im Vorjahr Barcelona und Brasilien gewonnen hat, und der beim 70.3er in Austin Zweiter geworden ist, gibt es aber einen starken Herausforderer. Auch der Schweizer „Oldie“ Ronnie Schildknecht zählt mit seinen 39 Jahren noch nicht zum alten Eisen.

Bei den Damen hat mit Laura Philipp die Gewinnerin von 2016 gute Karten auf einen zweiten St.-Pölten-Sieg. Auch hier ist mit der EM-Dritten Sara Svensk eine Schwedin Mitfavoritin. Und mit der 38-jährigen Dänin Helle Frederiksen gelang es, die regierende Langdistanz-Weltmeisterin nach St. Pölten zu lotsen. Aus NÖ-Sicht ruhen die Hoffnungen auf der Wr. Neustädterin Lisa Hütthaler.

Der NÖ Firmentriathlon macht am Freitag den Auftakt des Rennwochenendes. Die Distanzen 250-m-Schwimmen, 15-km-Radfahren und 3-km-Laufen werden unter drei Kollegen aufgeteilt. Für alle Einzelkämpfer findet ebenfalls am Freitag der Funtriathlon statt – Start ist um 16.45 Uhr. Den Abschluss des ersten Tages feiern alle Starter gemeinsam im Rahmen der Eröffnungsfeier – der Pasta-Party.