UHK Krems: Ein Pflichtsieg ohne Glanz

"Ein Pferd springt nur so hoch wie es muss", charakterisierte Altobmann Josef Nussbaum das Spiel der Wachauer gegen das Schlusslicht, das wie zuletzt erneut von einer wankelmütigen Leistung geprägt war. Unter dem Strich startete die Truppe von Ibish Thaqi mit vier Siegen und zwei Remis gut wie schon lange nicht mehr in die heimische Punktejagd.

Erstellt am 09. Oktober 2021 | 10:37

KREMS- FERLACH 33:29 (18:16)

Die UHK-Vereinsprämisse "Feuer am Strom"  hätte man gemäß der Darbietung der "Gelb-Roten" als "Spannungszustand im Wechselstrom" umbenennen müssen, bei dem sich Hochs und Tiefs im Spiel der Heimischen regelmäßig ablösten. So starteten Jochmann & Co vorerst wunschgemäß in die Partie und führten nach sieben Minuten bereits mit 7:3. Es folgte der erste Rückfall, der durch technische Fehler und überhastete Abschlüsse geprägt war. Die ersatzgeschwächten Gäste aus der Büchsenmacherstadt, gespickt mit zahlreichen Juniorenspielern,  glichen in Minute 9 auf sogar 8:8 aus. Mit einer mickrigen Zweitore-Führung ging es in die Kabinen.

Kremser  auch nach der Pause unter "Wechselstrom"

Im zweiten Spielabschnitt fanden die Wachauer kurzfristig wieder zu ihrer spielerischen Linie und zogen auf 23:19 (39.) davon. In der Folge mehrten sich abermals die Fehler der Gastgeber.  Goalie Lukas Domesvscek, der für den angeschlagenen Standardkeeper Ivan Budalić das Kremser Tor hütete, vereitelte mit einer Glanzparade beim Stand 24:23 erneut den Ferlacher Ausgleich  (42.). Die drohende Blamage vor Augen legte der UHK wieder einen Zahn zu und sorgte im Finish endlich für klare Verhältnisse.

Auch Trainer Ibish Thaqi suchte für die Berg- und Talfahrt, in der sich sehr gute und schlechte Phasen permanent abwechselten ,eine Erklärung: "Du glaubst, du stehst über den Dingen und gibst im Unterbewusstsein nicht alles.  Das Gefühl, ein Match  eigentlich nicht  verlieren zu können, hemmt bei uns derzeit die Leistung." Nachsatz: "Wir sind in der Meisterschaft aber noch ungeschlagen und ich bin mir sicher, dass meine Mannschaft das in ihr schlummernde Potenzial gegen stärkere Gegner über sechzig Minuten auf die Platte bringen wird."

Tore UHK Krems:

Romas Kirveliavičius  (6), Matthias Führer (5),  Gašper Hrastnik (5/2), Jakob Jochmann (4/2), Lukas Nikolic (4), Sebastian Feichtinger (4), Tobias Auß (3),  Fabian Posch (2).