UHK Krems: Pflichtsieg mit Schönheitsfehlern. Die Kremser setzten sich in ihrem letzten Spiel der Hauptrunde erwartungsgemäß beim Außenseiter in Linz klar durch und werden als Vierte in die Bonusrunde der SPUSU-Liga einziehen. Eine ähnlich eklatante Schwächephase, wie am Anfang der zweiten Spielhälfte, werden sich die Schützlinge von Trainer Ibish Thaqi gegen die HLA-Topteams dann aber nicht leisten können.

Von Bert Bauer. Erstellt am 27. Februar 2021 (21:15)

HC LINZ AG - ERBER UHK KREMS 20:25 (7:11). Die Kremser wurden zu Beginn ganz ihrer Favoritenrolle gerecht, führten nach 13 Minuten bereits mit 6:1 und profitierten zudem noch vom fehlerhaften Angriffsspiel der Gastgeber. Erst als Linz-Trainer Milan Vunjak  David Zwicklhuber statt Standardgoalie Markus Bokesch auf die Platte wechselte, wurde es für die Wachauer schwieriger, ihre Angriffe auch in zählbare  Torerfolge umzumünzen. Unter anderem fand auch UHK-Siebenmeterspezialist Jakob Jochmann vom Punkt im baumlangen Linzer Keeper beim Stand von 5:9 (25.) seinen Meister. Zwicklhuber war mit seinen Paraden hauptsächlich dafür verantwortlich, dass die Oberösterreicher mit einem für sie schmeichelhaften Viertore-Rückstand in die Kabine gingen.

Kremser ließen nach der Pause Zügel zu sehr schleifen

Die leise anlaufenden Alarmsirenen vor dem Seitenwechsel verhallten bei den Wachauern ungehört, denn die Linzer machten dort weiter, wo sie aufgehört hatten: mit einer Aufholjagd, welche durch die lascher werdende Defensive der Thaqi-Truppe noch begünstigt wurde. In Minute 44 war es dann soweit: Moritz Bachmann stellte mit einem spektakulären Wurf erstmals in dieser Partie den Gleichstand zum 15:15 her. Für die Kremser war es höchste Zeit, ihren Konzentrationslevel wieder nach oben zu schrauben. Und das taten sie dann auch.

Mit zwei Toren von Routinier Fabian Posch und einem schönen Flügeltreffer von Gunnar Prokop verschafften sich die "Rot-Gelben" wieder etwas Luft (15:18).  Das Team-Timeout des Tabellennachzüglers fruchtete nicht. Im Gegenteil. Auf UHK-Seite war es in der Folge ein überragender Jakob Jochmann, der mit vier Treffern endgültig wieder für klare Fronten, einigermaßen dem Kräfteverhältnis entsprechend, sorgte (17:22, Minute 54). 

Tore UHK Krems:  Jakob Jochmann (8/2), Tobias Auß (4), Gunnar Prokop (4), Sebastian Feichtinger (3), Gašper Hrastnik (3), Fabian Posch (2), Kenan Hasecic (1),