Universiade-Bronze gab Vojta "Schub" für die WM. Er ist die zweite und damit auch schon Österreichs letzte Hoffnung auf ein positives Ergebnis bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau. Andreas Vojta bestreitet am Mittwoch seinen Vorlauf über 1.500 m, er ist im zweiten der drei Läufe im Einsatz (8.45 Uhr MESZ). Der Niederösterreicher hatte zuletzt einen "Schub" durch Universiade-Bronze über 800 m bekommen.

Erstellt am 13. August 2013 (13:36)

Zumindest eine Runde zu überstehen, ist in Russland das Ziel. Um ins Halbfinale der Top 24 aufzusteigen, muss man entweder im eigenen der drei Vorläufe unter die besten sechs kommen, oder das Glück haben, einen der weiteren sechs Plätze über die Zeitregel zu ergattern. In Vojtas Lauf sind u.a. der Kenianer Silas Kiplagat und der Türke Ilham Özbilen, der Österreicher hat unter den zwölf Teilnehmern heuer die neuntbeste Zeit stehen. Insgesamt sind 38 Athleten am Start, Titelverteidiger ist der Kenianer Asbel Kiprop (erster Vorlauf).

"Es ist eigentlich relativ egal, in welchem Lauf Andi ist, sechs kommen jeweils fix weiter und wir steuern als Ziel an, dass er es auf diesem Weg schafft", sagte Trainer Wilhelm Lilge. "Es sind einige, die eine deutlich bessere Saisonbestleitung haben, aber manche sind das sehr früh in der Saison gelaufen und Andi hat den einen oder anderen danach noch geschlagen", erläuterte er.

"Russische Erde, eine gute Erde"

Universiade-Bronze über 800 m in Kasan zeigte Lilge einerseits dass "russische Erde, eine gute Erde ist", andererseits bestätigte es den Weg. "Andy ist heuer auf Unter- und Überdistanzen, aber auch auf seiner Hauptstrecke deutliche persönliche Bestzeiten gelaufen." Weiters waren die Studenten-Titelkämpfe ein guter Testlauf für das Saisonhighlight, denn anders als bei Tagesmeetings werden hier wie dort drei Runden ausgetragen (Vorlauf, Halbfinale, Finale), ehe die Medaillengewinner feststehen. "Taktisch sind alle drei Rennen sehr gut für ihn verlaufen", lautete Lilges Kasan-Resümee.

Der 24-jährige Vojta vom team2012.at steigerte heuer seine persönliche Bestleistung über 1.500 m auf 3:36,36 Minuten, hat zuletzt gut trainiert und ist nach der Kasan-Medaille topmotiviert. "Es ist immer ein positiver Rückenwind, wenn man schon eine Medaille gemacht und eine gute Leistung gezeigt hat. Das hilft mir für Moskau. Ich werde aber einen guten Tag und eine Superleistung brauchen."