Onea und Ernhofer: "Bittere Entscheidung, ab richtig". Nicht nur die Olympischen Sommerspiele in Tokio, sondern auch die Paralympics wurden auf 2021 verschoben. Sehr zum Leidwesen der beiden Deutsch-Wagramer Para-Schwimmer Andreas Onea und Andreas Ernhofer. Wenngleich die beiden Marchfelder absolutes Verständnis für diese Maßnahmen haben.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 01. April 2020 (06:30)
Andreas Onea und Andreas Ernhofer
privat

„Es ist sportlich sicher eine bittere Entscheidung, nachdem ich vier Jahre lange dafür trainiert habe und die Qualifikation irrsinnig schwer war. Aber es ist die absolut richtige Entscheidung“, meint Onea und fügt hinzu: „Es gibt derzeit wichtigeres als schnell im Kreis zu schwimmen.“ Sportlich gesehen wartet der Deutsch-Wagramer jetzt auf den neuen Termin und dann plant er weiter. Für diese Saison ist im Juli eine Europameisterschaft geplant, sofern diese stattfindet, würde der 27-Jährige versuchen, so fit wie möglich seine Leistung zu erbringen, „aber so wie es aussieht, werden wir jetzt länger kein Schwimmbad sehen“, bleibt er realistisch.

Onea versucht sich mit Trockentraining fit zu halten und achtet auf seine Gesundheit und die seiner Familie. Trotzdem freut er sich jetzt schon auf 2021: „Jetzt habe ich halt ein Jahr länger Zeit, um mich vorzubereiten. Und ich glaube es werden ganz besondere Spiele werden!“

Sehnsucht nach dem Becken ist groß

Ähnlich sieht es sein Freund Ernhofer: „Zwar muss ich jetzt ein Jahr länger warten, bis ich mir diesen Traum erfüllen kann, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die größte Freude.“ Dem 22-Jährigen geht es trotz der Corona-Krise gut, auch wenn er das Training im Becken vermisst. An der Verschiebung der Paralympics hat er nichts auszusetzen: „Ich persönlich halte es für die richtige Entscheidung. Neben der nichtmehr gegebenen Chancengleichheit muss vor allem immer die Gesundheit jedes einzelnen Teilnehmers im Vordergrund stehen.“