ÖVV-Männer streben gegen Letten und Finnen nach EM-Ticket

Erstellt am 02. August 2022 | 05:01
Lesezeit: 3 Min
Volleyball Symbolbild
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Foto: pixabay.com
Österreichs Volleyball-Nationalteam der Männer hat in den nächsten knapp drei Wochen die Chance, an die EM-Teilnahme 2019 anzuknüpfen. Mit der Qualifikation für den Titelkampf 2021 hat es nicht geklappt, im August und September 2023 bei der Endrunde in Bulgarien, Israel, Italien und Nordmazedonien will Rot-Weiß-Rot aber zu den 24 antretenden Nationen gehören. Dafür muss in einer Dreier-Gruppe mit Finnland und Lettland Platz eins her, es könnte aber auch Platz zwei reichen.
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Aus den sieben Gruppen kommen nämlich vier oder fünf Zweitplatzierte weiter - je nachdem, ob dem qualifizierten Russland die Spielberechtigung entzogen wird oder nicht. Diese Entscheidung soll im September fallen. ÖVV-Coach Radovan Gacic ist zuversichtlich, den Aufstieg sicherzustellen. "Die Vorbereitung war gut, wir haben gute Bedingungen gehabt. Es gab keine großen Verletzungen, nur Kleinigkeiten", erklärte der Slowene bei einer Pressekonferenz im Volleydome von Ried.

Die Spielstätte ist Austragungsort beider Heimspiele - am Mittwoch gegen die Letten und am Sonntag nächster Woche (14. August) gegen die Finnen (jeweils 20.20 Uhr, ORF Sport +). Auswärts gegen die Skandinavier geht es am Mittwoch in einer Woche (10. August, live ORF Sport +) in Tampere, im Baltikum gastieren Kapitän Peter Wohlfahrtstätter und Co. zum Abschluss am 21. August in Jelgava. Der Volleydome ist Heimstätte des UVC Ried und als solche die erste reine Volleyball-Halle Österreichs.

"Die Halle hat alles, was man für einen Profibetrieb braucht", sagte ÖVV-Sportdirektor Gottfried Rath. "So eine Halle sollte in 10 bis 15 Jahren für viele Clubs möglich sein." Der Oberösterreicher Philipp Kroiss ist begeistert: "Man hat (in dieser Halle, Anm.) alles, was man braucht." Das erste Länderspiel im Innviertler Vorreiter soll nach allgemeiner Vorstellung jedenfalls siegreich gestaltet werden. "Es ist eines von vier Spielen und damit gibt es 25 Prozent aller Punkte", rechnete Gacic vor. "Wir rechnen mit einem Sieg."

Allerdings werden die Letten wie die Finnen auf etwa gleichem Niveau wie das eigene Team erwartet. "Wir sind in der Gruppe relativ gleich aufgestellt", wusste Wohlfahrtstätter. "Es kommt eher auf die Tagesform und die Taktik an." In der vergangenen Woche hatten Tests gegen die Slowakei 2:2 und 0:3 geendet. Die Missstände von der zweiten Partie wurden analysiert. Allerdings fehlen diesmal die nicht fitten Routiniers Alexander Berger und Paul Buchegger. "Da verlierst du Qualität und Erfahrung", gestand Gacic ein. "Aber wir müssen den Fokus auf die Leute legen, die hier sind."

Im Kader stehen je sieben Spieler des EM-Aufgebots 2019 sowie sieben jüngere Akteure, alle sind über den Nachwuchs aber schon im Nationalmannschaftssystem gewesen. "Hier investieren wir", erläuterte Rath. "Früher oder später erhoffen wir uns dadurch einen Erfolg." Einen solchen soll es etwa für Michael Czerwinski von Amstetten, Noel Krassnig von Aich/Dob und den in den USA bei Hawaii College spielenden Kurt Nusterer geben - durchwegs erst 19 Jahre alt.