Vonn gewann Aare-RTL und zum 4. Mal Gesamtweltcup. Mit Klasse und Stil hat sich Lindsey Vonn am Freitag vorzeitig ihren vierten Gesamtsieg im alpinen Ski-Weltcup gesichert. Die US-Amerikanerin gewann in Aare ihren zweiten Riesentorlauf und ist in den restlichen fünf Rennen nicht mehr einzuholen. Vonn setzte sich bei ihrem elften Saisonsieg, ihrem bereits 52. insgesamt, 0,48 Sekunden vor der Italienerin Federica Brignone durch.

Erstellt am 09. März 2012 (16:59)

Mit Klasse und Stil hat sich Lindsey Vonn am Freitag vorzeitig ihren vierten Gesamtsieg im alpinen Ski-Weltcup gesichert. Die US-Amerikanerin gewann in Aare ihren zweiten Riesentorlauf und ist in den restlichen fünf Rennen nicht mehr einzuholen. Vonn setzte sich bei ihrem elften Saisonsieg, ihrem bereits 52. insgesamt, 0,48 Sekunden vor der Italienerin Federica Brignone durch.

Viktoria Rebensburg wurde vor der Österreicherin Anna Fenninger Dritte, der deutschen Olympiasiegerin "fehlen" damit nun noch fünf Punkte, um sich beim Finale in Schladming erneut die Riesentorlauf-Kugel zu sichern.

Vonn hätte in Schweden schon eine Platzierung vor Tina Maze genügt, um vorzeitig die große Kristallkugel unter Dach und Fach zu haben. Doch die ehrgeizige Amerikanerin verzichtete auf das Taktieren, nutzte das für sie günstige, weil wellige Gelände optimal aus und lag fünf Monate nach ihrem erstmaligen Sieg in einem Riesentorlauf erstmals sogar schon nach Lauf eins in Führung.

Im "verrückten" Finale hatten dann viele Läuferinnen trotz eingeschalteten Tages-Flutlichtes ihre liebe Not mit der weichen und rippigen Piste. Die Austro-Italienerin Lisa Magdalena Agerer stürmte so mit Laufbestzeit noch vom 28. auf den 7. Platz, vielen anderen ging es genau umgekehrt. Nur Vonn ließ nichts mehr anbrennen. Mit neuntbester Laufbestzeit stürmte sie zum Sieg und zum vierten Kugelgewinn, denn bei 554 Punkten Vorsprung auf Maze kann nichts mehr passieren. Mit derzeit 1.808 Zählern und noch fünf Rennen kann Lindsey hingegen die Allzeit-Rekorde von Janica Kostelic (1.970) und Hermann Maier (2.000) angreifen.

"Es war sehr schwierig, denn die Piste war brutal", gestand Vonn nach ihrem Finallauf. "Ich hatte aber einen Super-Report von Julia (Mancuso, Anm.), also wusste ich, wo der Kurs dreht. Ich habe dann alles gegeben und nur gekämpft. Jetzt fehlen mir die Worte", sagte Vonn zunächst noch außer Atem. Später gestand sie: "Ich war sehr nervös, immerhin habe ich erstmals nach einem ersten Lauf geführt. Es war ein komisches Gefühl, als Letzte oben zu sein. Ich habe nicht an den Gesamtweltcup gedacht, sondern war nur auf dieses Rennen fokussiert."

Im Ziel hatte sich Vonn zunächst noch ungläubig mit beiden Händen an den Helm gegriffen. "Das ist völlig verrückt. Jetzt ist alles nur noch Spaß", rief die Ausnahmeskiläuferin, die als nun vierfache Weltcupsiegerin nur noch Annemarie Moser-Pröll (6) vor sich hat.