Vonn triumphiert in Sölden - Zettel 7.. Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn hat das erste Rennen der neuen Ski-alpin-Weltcup-Saison für sich entschieden. Vonn verwies vor 12.000 Zuschauern die deutsche Vorjahressiegerin Viktoria Rebensburg um 0,04 Sekunden auf Rang zwei, Österreich durfte sich dank der drittplatzierten Steirerin Elisabeth Görgl über einen Stockerlrang und einen gelungenen Auftakt freuen.

Erstellt am 22. Oktober 2011 (15:39)

Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn hat das erste Rennen der neuen Ski-alpin-Weltcup-Saison für sich entschieden. Vonn verwies vor 12.000 Zuschauern die deutsche Vorjahressiegerin Viktoria Rebensburg um 0,04 Sekunden auf Rang zwei, Österreich durfte sich dank der drittplatzierten Steirerin Elisabeth Görgl über einen Stockerlrang und einen gelungenen Auftakt freuen.

Anna Fenninger als Sechste und Kathrin Zettel als Siebente rundeten das gute ÖSV-Ergebnis ab. Michaela Kirchgasser kam auf Platz 14. Vonn ist durch ihren 42. Weltcup-Sieg nach Petra Kronberger, Pernilla Wiberg, Janica Kostelic und Anja Pärson die fünfte Rennläuferin, die Weltcup-Rennen in allen fünf Disziplinen gewonnen hat.

"Ich kann es nicht glauben. Dieser Sieg ist der Hammer, ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen", jubelte Vonn, die die Konkurrenz dank ihrer außergewöhnlichen Gleitqualitäten im flachen Schlussteil besiegte. "Ich bin eine Abfahrerin. Ich habe gewusst, dass ich viel Geschwindigkeit ins Flache mitnehmen muss." Ihre größte Rivalin Maria Höfl-Riesch verpatze den Start, die Weltcup-Titelverteidigerin kam nicht über Rang 24 hinaus.

Wie für Vonn kam auch für Görgl der starke Saisonstart überraschend. "Ich hatte überhaupt keinen guten zweiten Lauf. Ich habe keinen Rhythmus gefunden. Aber ich habe gekämpft. Dass es sich fürs Podest ausgegangen ist, hat mich überrascht. Das macht Freude und Lust auf mehr, das fängt schon einmal gut an", sagte die Doppel-Weltmeisterin 2011. "Das Material stimmt und der Weg stimmt", bilanzierte Görgl.

Fenninger gelang als Sechste das bisher mit Abstand beste Riesentorlauf-Ergebnis ihrer Laufbahn. Und das, obwohl die Salzburgerin Sölden eigentlich nicht wirklich mag und im zweiten Lauf einen schweren Schnitzer im Steilhang machte. Erleichtert war auch Kathrin Zettel. Die Niederösterreicherin hat aufgrund körperlicher Probleme eine längere Trainingspause eingelegt und mit ihrer Sölden-Zusage lange gewartet. Ihre Entscheidung zu starten war aber im Endeffekt ganz eindeutig die richtige.

Die ersten Weltcup-Punkte ihrer Karriere gab es für Jessica Depauli. Die amtierende Europacup-Gesamtsiegerin landete auf Platz 26. Nicole Hosp, der Sölden-Siegerin 2002, fehlten Selbstvertrauen und Sicherheit, um vorne mitzumischen. Hinzu kam auch Pech, denn die Tirolerin verpasste als 31. nur um 0,17 Sekunden das Finale. Die 27-Jährige hat nach wie vor ihren schweren Sturz in Sölden im Hinterkopf, bei dem sie sich 2009 einen Kreuzbandriss zugezogen hat.