Heuer ein Plus von rund 500 Teilnehmern. Topläufer haben wegen der Leichtathletik-WM in Doha abgesagt, Michael Buchleitner ist trotzdem von der einen oder anderen Überraschung überzeugt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. September 2019 (13:24)
fairplayfoto.net/Bernd Gruber
Dass die Strecke nicht nur schön, sondern auch schnell ist, haben die Damen im vergangenen Jahr mit einem neuen Streckenrekord einmal mehr unter Beweis gestellt, als die Kenianerin Perendis Lekapana (Bild) die über 15 Jahre alte Damen-Bestmarke aus dem Jahr 2003 mit einer Zeit von 1:09,21 übertraf.

Das Pressegespräch zum 22. Internationalen WACHAUmarathon im Palais Niederösterreich in Wien begann mit einer erfreulichen Nachricht: Nach einem Teilnehmerrückgang im Vorjahr gibt es wieder steigende Teilnehmerzahlen (ein Plus von rund 500) zu vermelden.

Teilnehmer aus über 60 Nationen

„Wir freuen uns besonders, dass trotz Terminverschiebung Läuferinnen und Läufer aus über 60 Nationen angemeldet sind und der WACHAUmarathon seine Stellung als eine der Top-Veranstaltungen des Landes und gleichzeitig als eine der großen Lauf-Events Österreichs behaupten kann“, startete Veranstalter Michael Buchleitner das Pressegespräch. Ähnlich erfreut zeigte sich auch die Landesrätin für Sport und Wirtschaft, Petra Bohuslav, die auch noch einmal auf die NÖ-Challenge des SPORT.LAND.Niederösterreich, einem digitalen Wettbewerb auf der Suche nach der aktivsten Gemeinde Niederösterreichs, hinwies.

Bis 30. September kann jede „aktive“ Minute via App aufgezeichnet werden und wird auf das Bewegungskonto der Gemeinde gutgeschrieben: „Der WACHAUmarathon ist dabei eine der letzten Gelegenheiten sowie perfekt, um viele Minuten zu sammeln und seine Gemeinde zur aktivsten von ganz Niederösterreich zu machen. Das Laufspektakel ist ein krönender Abschluss für die NÖ-Challenge“, zeigte sich Petra Bohuslav erfreut.

Sportlich hat der WACHAUmarathon durch die Terminverschiebung sowie die zeitgleich stattfindende Leichtathletik- WM in Doha mit Absagen der österreichischen und internationalen Top-Laufszene zu kämpfen. Mit Philimon Kipkorir Maritim (Vorjahreszweiter über die Halbmarathondistanz) und Charles Karanja Kamau (PB 60.47) kann aber auch heuer die eine oder andere Überraschung gelingen. „Der WACHAUmara-thon ist ein Hobby- und Genusslauf und es stärkt die Veranstaltung, wenn dieser Fokus diesmal im Mittelpunkt steht“, so Michael Buchleitner. Ein Ansatz, den die Vertreter der beiden anderen Hauptpartner des WACHAUmarathons, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung, Doris Wendler, und der Obmann der Niederösterreichischen Sparkassen, Franz Pruckner, uneingeschränkt teilen.

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WACHAUmarathon verbannt als erste große Laufveranstaltung Regenponchos und Goodiebags aus Plastik. 2019 haben sich die zwei langjährigen Partner in die Realisierung eines weiteren großen Schritts in Richtung Nachhaltigkeit eingebracht, denn alle Niederösterreichischen-Sparkassen-Start- und gleichzeitig Kleidersackerl sowie alle Wiener-Städtische-Regenponchos werden aus Produkten bestehen, die kompostierbar sind.

Die Wahl fiel auf, nach DIN EN 13432 zertifizierte, aus gentechnikfreier und europäischer Maisstärke hergestellte Bio-Regenponchos und -Sackerl, die eine umweltschonende Alternative zu den klassischen Kunststoffmaterialien darstellen und innerhalb weniger Wochen 100 Prozent biologisch abbaubar sind. „Wir gehen als erste große Laufveranstaltung des Landes diesen innovativen Weg und hoffen, damit auch Vorbildwirkung zu erzielen! Dass dies möglich ist, verdanken wir auch der optimalen Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Partnern, die mit uns gemeinsam auch in Richtung Nachhaltigkeit an einem Strang ziehen“, so Veranstalter Michael Buchleitner.

Bereits zum zweiten Mal ist die Caritas St. Pölten Charitypartner des WACHAUmarathons. Heuer wurde die Kooperation noch entscheidend aufgewertet: In Krems/Stein – nur wenige Kilometer vor dem Ziel – befindet sich der Caritas-Charity-Point. Für jeden Läufer und jede Läuferin, der/die über die Spendenmatte läuft, spendet die Firma STAUD’S WIEN einen Euro, um Obstbäume (ein Baum kostet zwei Euro) im Senegal zu pflanzen. Zwei LäuferInnen ergeben so einen Obstbaum. Auch beim Caritas-Stand auf der EXPO wird die Firma STAUD’S vertreten sein und zu frisch gemachten Palatschinken mit der limitierten Wachauer Marillenmarmelade aus dem Hause STAUD’S WIEN zur Obstbaumspende einladen. In jedem Startersackerl findet sich außerdem eine Kostprobe.