Covid-Maßnahmen: Sechs Fragen für den Sport

Lockdown, 2G: Was gilt, was kommt? Wir geben die wichtigsten Antworten.

Erstellt am 16. November 2021 | 08:37
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Schon seit vergangener Woche gilt 2G auf Sportplätzen. Die Lockdown-Verschärfungen treffen den Sport vorerst nicht.
Foto: Wallner

Nicht nur Aktive, sondern auch Sportfunktionäre und Trainer müssen sich im Wochenrhythmus auf neue Rahmenbedingungen einstellen. Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was ändert sich durch den Lockdown für Ungeimpfte im Vergleich zur 2G-Regelung?

Grundsätzlich nichts im Sportbereich. Auf Sport- und Freizeitanlage galt ja schon seit vergangener Woche, dass „zum Zweck der Sportausübung“ nur geimpfte oder von Covid genesene Menschen eingelassen werden dürfen. Für den Spitzensportbereich bleibt‘s bei der 3G-Regel. Auch im Amateurbereich sind Zuschauer möglich. Ab 50 Besuchern ist das Match bei der Bezirksverwaltungsbehörde (BH, Magistrat) anzuzeigen, ab 250 Fans muss der Veranstalter eine Bewilligung der Behörde einholen. Die Besucher müssen geimpft oder getestet sein.

Wie ist die Rechtslage für Trainer und Betreuer?

Grundsätzlich dürfen nach der Auslegung des Gesundheitsministeriums Trainer und Betreuer unter 3G-Regeln (also mit aktuellem Testnachweis als „Ersatz“ für den Grünen Pass) auf den Platz. Die Ausnahme für „berufliche Zwecke“ sei weit zu verstehen und umfasse selbst ehrenamtliche Arbeit. Wichtige Funktionäre dürfen als „Inhaber/Betreiber“ der Sportanlage ebenfalls mit Test auf den Platz, für Helfer in der Kantine, Platzsprecher usw. gilt jedoch laut NÖ-Fußballverband die 2G-Regelung.

Was gilt für den Nachwuchs?

Kinder unter 12 Jahren fallen an sich nicht unter die Lockdown-Regeln sowie unter die 2G-Beschränkungen. Für Kids im schulpflichtigen Alter (also in der Regel bis 15) gilt der „Ninja-Pass“ als Testnachweis für die gesamte Woche, unabhängig davon, wie lange die einzelnen Teiltestungen gültig wären. Das heißt, dass Schultests der Kinder – einen komplett gefüllten Ninja-Pass vorausgesetzt – auch am Wochenende als 2G-Nachweis dienen.

Welche Auswirkungen hat die Infektionslage auf den Schulsport?

Externe Projekte (wie etwa das Mädchenfußballtraining „Kick it like Nina“) mit schulfremden Personen liegen seit Montag auf Eis. Niederösterreich hat eine entsprechende Regelung eingeführt. Auch Schulveranstaltungen sind bis auf Weiteres gestrichen. Betroffen sind nicht nur Ausflüge und Wandertage, sondern auch die Hallenbewerbe im Schulfußball.

Noch sind Herbstpartien nachzutragen, der Hallensport läuft auf Hochtouren. Sind diese Partien in Gefahr?

Aktuell nicht. Komplette Veranstaltungsverbote sind auch im Maßnahmenpaket nicht vorgesehen, das Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) heute, Mittwoch, zur Debatte stellt. Selbst im Hochindizenzgebiet Oberösterreich dürfen die noch ausständigen Amateurmatches der Herbstrunde gespielt werden – freilich ohne Zuschauer.