Wiener Derby nach Platzsturm 3:0 für Austria. Der Strafsenat der österreichischen Fußball-Bundesliga hat am Montag das Wiener Derby wie erwartet mit einem 3:0 für die Austria strafverifiziert. Die Partie am Sonntag im Hanappi-Stadion war nach rund 26 Minuten beim Stand von 2:0 für die "Veilchen" abgebrochen worden, weil Rapid-Fans auf dem Platz gestürmt waren. Über die Sanktionen für Rapid wird am 1. Juni verhandelt.

Erstellt am 23. Mai 2011 (20:07)

Der Strafsenat der österreichischen Fußball-Bundesliga hat am Montag das Wiener Derby wie erwartet mit einem 3:0 für die Austria strafverifiziert. Die Partie am Sonntag im Hanappi-Stadion war nach rund 26 Minuten beim Stand von 2:0 für die "Veilchen" abgebrochen worden, weil Rapid-Fans auf dem Platz gestürmt waren. Über die Sanktionen für Rapid wird am 1. Juni verhandelt.

Laut Manfred Luczensky, dem Vorsitzenden des Strafsenats (Senat 1), ist die Strafverifizierung rechtsgültig. Dies hat zur Folge, dass die Austria vor der letzten Runde am Mittwoch zwei Punkte hinter Sturm Graz auf Platz zwei liegt. Rapid wiederum rutscht auf Rang sechs zurück. Die Hütteldorfer haben zwar eine bessere Tordifferenz als Wacker Innsbruck, werden aber aufgrund der Strafverifizierung automatisch hinter ein punktegleiches Team gereiht. Die Treffer von Roland Linz und Zlatko Junuzovic bleiben in der Torschützenliste berücksichtigt, was vor allem für Linz im Rennen um die Torjägerkrone von Bedeutung ist.

Damit ist der Prozess der Spielbeglaubigung abgeschlossen, auf Rapid wartet noch ein gesondertes Strafverfahren. Die höchstmögliche Geldstrafe für die Grün-Weißen ist in den Statuten mit 50.000 Euro festgelegt, dazu wird wohl noch das eine oder andere Spiel hinter verschlossenen Türen kommen.

Im Titelfinish empfängt die Austria in der letzten Runde am Mittwoch Red Bull Salzburg, Sturm tritt vor eigenem Publikum gegen Wacker Innsbruck an. Sollten die Grazer in dieser Partie nur ein 1:1 erreichen und die Austria gleichzeitig 2:0 gewinnen, würde ein in der österreichischen Fußball-Geschichte einmaliger Fall eintreten: Beide Titelanwärter wären dann völlig gleichauf, was Punkte, geschossene und erzielte Tore, Siege und Auswärtssiege betrifft. Daher würde bei diesem Szenario das direkte Duell ausschlaggebend sein, und da hätte die Austria (Ergebnisse 2:0/a, 2:3/h, 2:2/h, 1:1/a) die Nase vorn.