Wiener Neustadt mit WAC im Duell der Sieglosen. Der SC Wiener Neustadt und der WAC sind nach zwei Runden in der Fußball-Bundesliga noch sieglos. Das Schlusslicht und der Tabellensiebente sind daher im direkten Duell am Samstag (16.30 Uhr) auf Punktezuwachs aus.

Erstellt am 02. August 2013 (14:45)
NOEN, Collage Bruckmüller
Vor allem die blau-weißen Hausherren haben nach den empfindlichen Niederlagen gegen Salzburg (1:5) und Rapid (0:4) etwas gutzumachen.

Dass die Neustädter mit zwei Niederlagen starten, kam aufgrund der schwierigen Auslosung und noch dazu dem Ausschluss von Dennis Mimm in Hütteldorf schon in Minute 16 nicht überraschend. Ein Torverhältnis von 1:9 ist allerdings äußerst bedenklich, dessen sind sich auch die Vereinsverantwortlichen bewusst. Umso wichtiger ist nun ein positives Ergebnis im zweiten Heimspiel.

Pfeifenberger: "Bluten für den ersten Heimsieg"

"Ganz klar, wir wollen den ersten Heimsieg feiern. Der wird fällig und dafür müssen wir einfach bluten", forderte Wiener-Neustadt-Trainer Heimo Pfeifenberger. Vollste Konzentration und voller Einsatz seien nötig. "Ich will bei allen Spielern ein Feuer sehen", ergänzte der 46-jährige Salzburger. Die Spieler selbst sind jedenfalls topmotiviert, wollen sich unbedingt rehabilitieren. "Wir wollen beweisen, dass wir besser sind als die letzten Ergebnisse gezeigt haben", betonte Abwehrspieler Mattias Sereinig.

Die Wiener Neustädter hatten sich in den ersten beiden Spielen nur hinten hineingestellt, was alles andere als den gewünschten Erfolg brachte. Gegen den WAC ist vor allem mehr Mut im Spiel nach vorne nötig. Darauf wurde im Training hingearbeitet.

Mut macht der Blick auf die vergangene Saison, in der beide Heimspiele gegen die Kärntner gewonnen wurden. "Das war ein mentales Problem, die Spieler haben anscheinend gedacht, dass es dort einfacher wird", erinnert sich Wolfsbergs Coach Slobodan Grubor. Vor allem aufgrund des 6:0-Kantersieges in Kärnten, dem ein 1:2, 1:1 und 0:2 im direkten Duell folgten.

Referee Muckenhammer als SCWN-"Talisman"?

Die Grubor-Mannen sind aber nicht nur deshalb vor der Reise nach Niederösterreich gewarnt. "Wir wissen, dass Wiener Neustadt nicht so schlecht ist, wie die Bilanz ausschaut. Sie werden versuchen, sich zu stabilisieren und alles tun, um uns zu schlagen", rechnete der WAC-Coach mit einem starken Gegner. Aufpassen müsse man vor allem bei Standardsituationen oder Konter der Pfeifenberger-Truppe.

Bei einem vollen Erfolg könnte sich der WAC vier Punkte vom Schlusslicht absetzen. "Es ist noch sehr früh in der Saison, aber wenn du gewinnst, hast du ein bisschen mehr Ruhe", meinte Grubor vor der Neuauflage der Partie der 35. Runde. Am 22. Mai hatten die Wiener Neustädter mit dem 2:0 im eigenen Stadion ihren bisher letzten Heimsieg gefeiert. Auch damals war übrigens Dieter Muckenhammer der Schiedsrichter.