WM-Rang fünf brachte ÖTTV-Herren Olympia näher. Das österreichische Tischtennis-Nationalteam der Herren ist am Samstag mit WM-Rang fünf in Dortmund dem Olympia-Startplatz im Mannschaftsbewerb einen großen Schritt näher gekommen. Den Titel sicherte sich am Sonntag zum 18. Mal China. Die favorisierten Asiaten setzten sich in der Dortmunder Westfalenhalle vor 11.000 Zuschauern gegen Lokalmatador Deutschland bei drei Satzverlusten 3:0 durch.

Erstellt am 01. April 2012 (18:05)
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Das österreichische Tischtennis-Nationalteam der Herren ist am Samstag mit WM-Rang fünf in Dortmund dem Olympia-Startplatz im Mannschaftsbewerb einen großen Schritt näher gekommen. Den Titel sicherte sich am Sonntag zum 18. Mal China. Die favorisierten Asiaten setzten sich in der Dortmunder Westfalenhalle vor 11.000 Zuschauern gegen Lokalmatador Deutschland bei drei Satzverlusten 3:0 durch.

Für die Deutschen ist es die insgesamt vierte Team-Silbermedaille, zuletzt unterlagen sie vor zwei Jahren in Moskau ebenfalls China mit 1:3. Timo Boll war diesmal im Eröffnungsmatch gegen Weltmeister Zhang Jike nahe an der Überraschung, nachdem er ein 0:2 in Sätzen ausgeglichen hatte. Im Entscheidungssatz setzte sich aber der Welt- gegen den Europameister durch. Danach stand Dimitrij Ovtcharov gegen Ma Long auf verlorenem Posten, unterlag dem Weltranglisten-Führenden 0:3. Schließlich holte Vize-Europameister Patrick Baum gegen Wang Hang Hao überraschend den ersten Satz, hatte sein Pulver damit aber verschossen.

Österreichs Herren fixierten am Samstagabend mit einem 3:1-Sieg gegen Ex-Weltmeister Schweden WM-Platz fünf. Mit diesem ersten Rang hinter den Medaillenpositionen realisierte die ÖTTV-Crew ihr bestes Abschneiden seit 2001 in Osaka, als es ebenfalls Rang fünf geworden war. Gegen die Schweden punktete Daniel Habesohn zwei- und Chen Weixing einmal. Stefan Fegerl verlor seine Partie.

Damit kam man der Olympia-Qualifikation im Mannschaftsbewerb deutlich näher. Werner Schlager und Chen Weixing hatten sich schon über die Weltrangliste für das Einzel qualifiziert, sind damit auch "teamfähig". Um Platz drei im Dreier-Team spielt vom 11. bis 15. April in Luxemburg Robert Gardos.

Aber auch falls er sich nicht qualifizieren sollte, würde er wohl als dritter Spieler für das ÖTTV-Team dabei sein. Denn zuallererst kommen jene Teams mit drei fix qualifizierten Spielern für den olympischen Teambewerb infrage. Jede Nation hat derzeit maximal zwei qualifizierte Spieler, bei den nun anstehenden kontinentalen Qualifikationsturnieren kann ein dritter Akteur dazukommen.

Österreichs Damen haben durch WM-Rang zehn auch bessere Olympia-Chancen als ursprünglich erwartet. Liu Jia ist schon qualifiziert, Li Qiangbing und Amelie Solja versuchen in Luxemburg ihr Glück. Li ist zwar derzeit leicht verletzt, bewies aber in Dortmund starke Form. Soljas Trumpf ist ihre unorthodoxe Spielweise. Qualifizieren sich in Luxemburg beide, sind die ÖTTV-Damen im olympischen Teambewerb fix dabei. Schafft es nur eine, stehen die Chancen auch nicht so schlecht.