Heiße Schlussphase in Eggenburg. Die Eggenburger Frauen sahen gegen Perchtoldsdorf/Bad Vöslau schon wie der sichere Sieger aus, mussten sich aber mit einem 30:30-Remis begnügen.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 16. Februar 2020 (10:17)

EGGENBURG - PERCHTOLDSDORF/BAD VÖSLAU 30:30.

Nach dem Überraschungserfolg gegen Wiener Neustadt wollten die Eggenburgerinnen im Heimspiel gegen Perchtoldsdorf/Bad Vöslau nachlegen. Und um ein Haar wäre das auch gelungen, am Ende blieb ein Remis, jedoch mit bitterem Beigeschmack. Denn Eggenburg führte zeitweilig mit sieben Treffern Vorsprung, verlor in den Schlussminuten aber den Faden und konnte in den letzten zehn Minuten nur noch zwei Treffer – bei sechs Gegentreffern – erzielen. Der Ausgleichstreffer zum Endstand fiel acht Sekunden vor dem Ende.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat gut gekämpft, hervorragend gespielt. Am Ende hat sie die Chancen nicht mehr genützt“, resümierte Eggenburg-Trainer Tibor Csoka. Der konnte wieder auf Nachwuchsteamspielerin Marlene Kampelmühler-Rink zurückgreifen, hatte bis auf die rekonvaleszenten Nicol Nejedlikova und Elena Fidesser den gesamten Kader parat.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahm Eggenburg das Kommando, zeigte sich im Angriff effizient. 19:12 lautete der Spielstand 70 Sekunden vor der Pausensirene, die Gäste verkürzten bis zur Halbzeit aber noch auf 19:14. Im zweiten Abschnitt änderte sich an der Spielcharakteristik vorerst nichts. Egggenburg blieb am Drücker, die Gäste versuchten, halbwegs dran zu bleiben. Wieder schien sich Eggenburg sicher abgesetzt zu haben – nach 38 Minuten führte der UHC mmit 24:17.

Volles Risiko machte sich für Gäste bezahlt

Die Gäste übernahmen nun das Kommando, pirschten sich heran. Zweimal konnten die Eggenburgerinnen einen Anschlusstreffer verhindern, legten wieder vor und es hatte den Anschein, als ob die Gastgeberinnen einen knappen Vorsprung über die Zeit retten könnten. Doch dann kam die Schlussphase, wo Perchtoldsdorf/Bad Vöslau alles riskierte und am Ende noch belohnt wurde.

Trotz des verpassten Sieges freute sich Eggenburgs Tibor Csoka auch über den Zähler. „Wenn mir nach 14 Niederlagen in Serie vor den vergangenen beiden Spielen jemand drei Punkte angeboten hätte, hätte ich die sofort genommen.“ Seine Truppe sieht er im Aufwind, findet es aber „schade“, dass es am kommenden Spieltag nun ausgerechnet gegen Tabellenführer Hypo NÖ geht. Eine Abfuhr wie Trofaiach (12:43) möchte er vermeiden. „Wir wollen auch nach diesem Spiel ein gutes Gefühl haben.“