Zoff mit dem Teamstürmer. Nach erfolgreicher U19 Euro-Qualifikation kehrte Bernd Gschweidl nicht mehr zum SV Horn zurück.

Von Bernhard Schiesser, Fritz Hauke, Bernhard Garaus und Bernd Dangl. Erstellt am 16. Juni 2014 (11:38)
NOEN, Stöger

Ärger um Bernd Gschweidl: Der Stürmer fehlte nicht nur bei Horns 0:1-Testniederlage gegen Wiener Neustadt, sondern schwänzte auch den Trainingsauftakt der Waldviertler am vorigen Mittwoch. Coach Willi Schuldes hat überhaupt seit Saisonende kein Lebenszeichen mehr vom Stürmer erhalten. Er ist enttäuscht: „Immerhin haben wir ihm die Chance gegeben, dass er sich im Profifußball zeigen kann.“

Gschweidl argumentierte sein Fernbleiben von der ersten Trainingswoche damit, dass er zuvor mit dem U19-Nationalteam die Euro-Qualifikation in Rumänien absolvierte. Für Schuldes kein Argument: „Die sind am Mittwochvormittag zurückgekommen und Valentin Grubeck etwa war – obwohl verletzt – schon am Nachmittag bei uns.“

Die Wechselabsichten des 18-Jährigen seien zwar bekannt, noch sei er aber Spieler des SV Horn: „Er hat einen Vertrag bei uns und noch hat kein anderer Verein angefragt.“ Das sieht Gschweidl anders. Laut seinen Aussagen müssten sich nur noch „die Vereine einig werden“. Das konkrete Ziel heißt Grödig, ein Verbleib in Horn sei aus Sicht des Stürmers aber „nicht ausgeschlossen“, sollte der angestrebte Deal doch platzen.

„Das Thema ist erledigt“

In Horn plant allerdings niemand mehr mit ihm. „Das Thema ist erledigt“, unterstreicht Schuldes. So fasste bereits Neuverpflichtung Grubeck die Trainingsutensilien mit Gschweidls ehemaliger Nummer neun aus …

Bei Ligakonkurrent St. Pölten startete der neue Trainer Herbert Gager mit einer 2:4-Testspielniederlage gegen den bulgarischen Europacupstarter Botev Plovdiv in die Vorbereitung. Gager war mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden. Die spanischen Neuzugänge David Parada und Daniel Segovia überzeugten ihn: „Parade kann die Lücke, die Jano hinterlassen hat, sicher schließen. Bei Segovia merkt man, dass er voller Tatendrang ist.“ Gager glaubt, dass er mit seiner Mannschaft vorne mitmischen kann: „Wir werden uns noch auf einigen Positionen verstärken, aber es ist jetzt schon gute Qualität in der Mannschaft.“

Sassi bis Mittwoch auf dem Prüfstein 

Verstärken will sich auch noch der SC Wiener Neustadt. In der vergangenen Woche trainierte Ahmed Sassi vom deutschen Bundesligisten Hoffenheim auf Probe. Gegen Horn durfte er eine Stunde ran. „Für ihn war es natürlich schwierig, weil wir offensiv nicht so richtig ins Spiel gekommen sind“, meint Trainer Heimo Pfeifenberger. Bis Mittwoch wird Sassi noch zu Gast sein, dann fällt eine Entscheidung. Bei zwei anderen Herrschaften ist diese bereits gefallen. Aus der Regionalliga Ost kommt der Amstettener Mario Ebenhofer, aus der Regionalliga Mitte Torschützenkönig Michael Tieber. Er traf in der abgelaufenen Saison 25 Mal für Kalsdorf.

Bei der Admira hingegen stehen derzeit keine weiteren Transfers am Programm, dafür sollen diese Woche der neue Vorstand sowie die neuen Vereinsstrukturen vorgestellt werden. Manager Alexander Friedl: „Der Profibetrieb wird in eine GmbH umgewandelt, der Aufsichtsrat wird damit das wichtigste Gremium.“ Wer neuer Präsident wird, will Friedl noch nicht verraten, „dieser muss auch erst vom Präsidium gewählt werden“, so Friedl.