Die Null blieb stehen. Keien Tore der Bezirksteams / Ober-Grafendorf geht gegen Aufsteiger mit 0:1 baden, Spratzern blamiert sich beim punktelosen Letzten mit 0:4.

Von Manuel Burger. Erstellt am 29. September 2014 (08:55)
NOEN, Wolfgang Wallner

OBER-GRAFENDORF - EBREICHSDORF 0:1. Ober-Grafendorf kassierte im Duell zwischen dem Absteiger und dem Aufsteiger bereits die sechste Saisonniederlage und liegt in der Tabelle nur mehr auf dem vorletzten Rang.

„Die Mannschaften haben sich neutralisiert“

Anderst entschied mit einem tollen Freistoß aus 30 Metern die mehr als mittelmäßige Partie (57.). Zwingende Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten lange Mangelware. Trainer Michael Mitterböck: „Beide Ketten sind gut gestanden, die Mannschaften haben sich neutralisiert.“

Erst als Ober-Grafendorf zunehmend mehr riskieren musste, hatte Ebreichsdorf dicke Chancen. „Ebreichsdorf ist in der Defensive keine Übermannschaft. Aber wir kommen trotzdem zu keinen Chancen“, ist Mitterböck frustriert. Nur acht Treffer in acht Partien sprechen eine deutliche Sprache. „Adamec bekommt keine Unterstützung, er hängt in der Luft.“

BAD VÖSLAU - SPRATZERN 4:0. Sechsmal hatte es Bad Vöslau in dieser Spielzeit probiert, ebenso oft schlich die Truppe von Willy Kreuz als Verlierer vom Feld. Bis Samstag.

Spratzern leitete die Wiederbelebungsmaßnahmen ein und verhalf den Gastgebern zu den ersten Saisonpunkten. Zudem verdoppelte das Schlusslicht in nur 90 Minuten sein Torkonto von vier auf acht.



„Selber schuld! Da gibt es keine Ausreden. Wir sind nicht ans Limit gegangen“, war Spratzerns Trainer Enver Keci nach der Blamage „sehr enttäuscht“. Im ersten Durchgang hätte seine Elf zweimal in Führung gehen müssen.

Zu Beginn der Halbzeit scheiterte der grippegeschwächte Levcik fünf Meter vor dem Tor bei einem zu laschen Kopfball (2.), gegen Ende der ersten 45 Minuten schoss Lärnsack, alleine auf das gegnerische Tor ziehend, am Gehäuse vorbei (44.).

0:1 und harte Rote für Shemo leiteten Debakel ein

In Minute 55 wechselten beide Trainer. Während Spratzerns Übungsleiter Außenbahnspieler Zeiner vom Feld nahm (Keci: „Zeiner hat Potenzial, bringt aber nur 30 Prozent seiner Fähigkeiten“), bewies der ehemalige Nationalspieler auf der Gegenseite ein „goldenes“ Händchen.

Nur Sekunden nach seiner Einwechselung nützte Mareisch ein grobes Missverständnis zwischen Hnilicka und Güttl zum 1:0. Der Anfang vom Ende für Spratzern, auch weil man die Chancen nicht nützte. Shemo sah in der Folge überzogen Rot. Keci: „Ein ganz normales Foulspiel.“

In der Schlussphase brach Spratzern völlig zusammen und kassierte in sieben Minuten drei Gegentreffer. Sinnbildlich war der schwach ausgeführte Freistoß der Gäste vor dem zweiten Gegentreffer, der in einem für Bad Vöslau erfolgreichen Konter endete.

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