Ober-Grafendorfer Trick mit Folgen?. ATSV Ober-Grafendorf soll Spieler unter falschem Pass eingesetzt haben. Die Partie ist allerdings schon beglaubigt.

Von Wolfgang Wallner und Manuel Burger. Erstellt am 27. Oktober 2014 (07:59)
NOEN, Claus Stumpfer
Auf dem Boden der Realität angekommen. Selbst Ober-Grafendorfs Robert Iacob (rechts) war auf der Außenbahn teils auf verlorenem Posten.

Der ATSV Ober-Grafendorf kommt nicht zur Ruhe. Erst die sportliche Talfahrt in der 1. NÖN-Landesliga, dann die Trennung von Trainer Michael Mitterböck . Und nun machen auch noch Gerüchte die Runde, die dem ATSV Punkte kosten können. Jene vom 1:0-Erfolg gegen Gaflenz nämlich.

„Die Partie ist ja bereits beglaubigt“

Dabei sollen die Pielachtaler einen Kicker unter falschem Pass eingesetzt haben. Der Verein dementiert. „Das höre ich zum ersten Mal. Ich weiß nichts davon“, sagt Obmann Josef Mitterböck.

Von den Gerüchten hat allerdings selbst NÖFV-Präsident Ludwig Binder schon gehört. „Beim Verband eingelangt ist aber noch nichts“, hält Binder fest. Ein Rechtsmittel könnte allenfalls „Gaflenz als betroffener Wettspielgegner“ einbringen. „Die Partie ist ja bereits beglaubigt“, erklärt der Verbandspräsident.

Die Oberösterreicher könnten beim NÖFV eine Wiederaufnahme bewirken. Auch sie dürften Wind vom vermeintlichen Verstoß bekommen haben. Der NÖN wurden jedenfalls Insider-Infos zugespielt.

Einige Kicker wollen  die Koffer packen

Diesen Informationen zur Folge soll gegen Gaflenz am 13. September zur Pause nicht der als Eigenbau-Kicker am Blankett stehende Manuel Zimmel für Soner Gökmen gekommen sein. Sondern der Anfang August geholte Youngster Denis Lacic.

In der Mannschaft (am Wochenende gab's ein Heim-0:5 gegen Retz, siehe Fotoserie unten) dürfte es mittlerweile gehörig rumoren. Von einem halben Dutzend Kicker, das schon am Absprung sein soll, ist die Rede. Zudem hängen dem Verein die schleppenden Auszahlungen nach.

„Ginge es immer nach den Gerüchten, gäbe es den Verein nicht mehr“, relativiert Pressesprecher Fritz Dibidanzl.

„9.000 Euro sind offen, es gibt aber eine Vereinbarung mit der Spielergewerkschaft“, erörtert Mitterböck, dessen Klub nach den Überprüfungen durch die Sozialversicherung und das Finanzamt im März auch aufgrund der Nachzahlungen „ins Strudeln“ gekommen ist.

Trotzdem: Im Winter sollen laut Mitterböck „fünf gestandene Spieler“ neu zum Verein kommen und den Abstieg verhindern.

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