Damir Djukic wirft zweimal zweistellig. Mit einem Sieg über Linz und einem Remis gegen Schwaz bleiben die St. Pöltner Falken daheim weiter ungeschlagen.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 29. September 2014 (08:33)
NOEN, CS
Damir Djukic(in blau)
ST. PÖLTEN - LINZ 32:28.

Die bisherigen Spiele der SU Falkensteiner Katschberg St. Pölten waren unter dem Motto „Lernen für den Ernstfall“ gestanden — die Punkte daheim gegen Leoben passierten, ohne dass man mit ihnen gerechnet hatte. Doch letzte Woche bei den Heimspielen gegen Linz und Schwaz ging es gegen zwei der unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf. „Zumindest ein Sieg ist Pflicht, damit wir uns im Grunddurchgang etablieren“, erklärte der sportliche Leiter Peter Wallner im Vorfeld.

Entsprechend nervös gestaltete sich der Beginn gegen Linz. Der erste Wurf landete auf der Innenlatte, symptomatisch für die ersten Minuten im Spiel — rasch stand es 2:5. Doch den Gastgebern gelang es danach besser, sich auf die physischen Vorteile der Stahlstädter einzustellen und Alen Bajgoric schaffte den Ausgleich zum 7:7 (13.).

Doch bei der Chance 8:7 in Führung zu gehen, stand die Stange im Weg. Und so dauerte es bis zur 27. Minute, ehe Damir Djukic endlich erstmals der Führungstreffer gelang. Djukic war mit elf Toren überragend. Bis zur Pause hatten die Hausherren einen Lauf, sodass mit 16:13 die Seiten gewechselt wurden.

Die Schützlinge von Coach Ibish Thaqi konnten die Agilität der Schlussminuten aber nicht mitnehmen. Die Abwehr der Heimischen geriet wieder unter Druck, und die beiden Torleute Deifl und Somogyi gaben keine Sicherheit. „Sie haben zwei Bälle abgewehrt, sieben Mal wurden sie auf der Flucht erschossen, der Rest war drinnen“, sieht Alt-Trainer Kogler ein Problem.

Den Linzern war zwar der Ausgleich gelungen, aber wie schon in Hälfte eins spielten die St. Pöltner im Finish konzentriert und nützten ein Überzahlspiel gnadenlos aus.

ST. PÖLTEN - SCHWAZ 23:23.

Wenig Tore gab es gegen Schwaz, aber an Dramatik war die Partie kaum zu überbieten. Erneut gerieten die Hausherren rasch 2:5 in Rückstand, aber wie schon gegen Linz führte Djukic das Team zurück — zehn Tore von ihm!

Einen Aufreger gab es in Minute elf, als der Schwazer Hechenbleinkar disqualifiziert wurde. „Eine Fehlentscheidung“, gibt Falken-Pressesprecher Neumayer zu. Entscheidend war die Szene aber nicht: Die Tiroler bauten ihre Führung sogar auf vier Treffer aus (15.). Erst dann verkürzten die Heimischen kontinuierlich. In Minute 29 gelang der Ausgleich und vor dem Pausenpfiff Georg Furtmüller das 11:10 — die erste St. Pöltner Führung seit dem 1:0.

In Halbzeit zwei war nur einmal ein Team mit zwei Toren Vorsprung vorne — St. Pölten nach einem Djukic-Tor zum 20:18 (50). Viermal nahmen die Trainer noch Auszeiten, am Ende waren es die Gastgeber mit der Siegchance, aber es blieb beim gerechten Remis. Thaqi hob neben Djukic auch Goalie Deifl positiv hervor. „Diesmal war er stark, hielt auch zwei Siebener!“

Und Thaqi blickt schon aufs nächste Spiel. „Eine ganz wichtige Partie gegen einen angeschlagenen Gegner“, unterschätzt er Köflach/Bärnbach nicht. „Aber wir wollen die zwei Punkte, denn damit setzen wir uns vom Tabellenkeller ab und nehmen Bonuspunkte ins Play-off mit!“