Das Laufen war ein einziger Kampf. Triathlon / Michi Rudolf brach im Ziel des Ironman Austria zusammen — Bronze in ihrer Altersklasse.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 01. Juli 2014 (23:59)
Die Harlanderin Michaela Rudolf ist bekannt dafür, dass sie sich die Ziele hoch steckt. Mit ihrem Resultat beim Ironman Austria in Klagenfurt vom Sonntag ist sie daher nicht zufrieden. Dabei hört sich das Ergebnis nicht schlecht an. Immerhin gab es für die drittbeste Österreicherin auch Bronze in ihrer Altersklasse und insgesamt landete sie als Neunte immerhin unter den Top-10. Allerdings gibt es Preisgeld nur für die ersten acht und Rudolf hätte die 1000 Dollar gerne mitgenommen. „Dabei geht es weniger ums Geld an sich, sondern Preisgeld ist einfach Anerkennung für die erbrachte Leistung“, ist sie aber auch mit der Zeit überhaupt nicht zufrieden. „Warum ich im Laufen eingegangen bin, muss man genau analysieren, um dann rasch Schlüsse zu ziehen“, weiß sie, dass dazu wenig Zeit bleibt, denn am 27. Juli wartet mit dem Ironman von Zürich bereits das nächste Highlight.

In Klagenfurt war die Lehrerin eigentlich recht erwartungsfroh gestartet. „Die Vorbereitung war perfekt verlaufen und die Bedingungen schien für eine Topzeit perfekt zu sein“, spekulierte sie mit einer persönlichen Bestzeit.

Tatsächlich war das Rennen extrem schnell. Herrensieger Rana aus Spanien war bis kurz vor dem Ziel sogar auf Weltrekordkurs, schaffte am Ende immerhin die Weltjahresbestzeit. Und Frauensiegerin Corbin hat nach einem sensationellen Radsplit, bei dem sie Lokalmatadorin Lisa Hütthaler „zerpflückte“, mit der Marathonzeit von 2:56:53 Stunden den Streckenrekord von Mary Beth Ellis pulverisiert.

Für Rudolf begann das Rennen traditionell unrund. „Schwimmen wird immer meine Schwäche bleiben“, weiß sie. Umso engagierter schwang sie sich aufs Rad, doch bei Regen und Wind, fühlte sie sich nicht wirklich wohl. „Trotzdem hat die Radzeit gepasst“, begann Rudolfs Leiden erst beim Laufen.

Zuerst habe sie geglaubt, dass ihr die ersten fünf Kilometer nach Krumpendorf wegen der Bergauf-Passage schwer fallen würden, doch es wurde nicht besser. „Dabei hatte ich mich im Training voll aufs Laufen konzentriert“, versteht sie ihre Unform nicht. „Die letzten drei Kilometer waren reine Kopfsache, danach ging nichts mehr“, brach sie im Ziel zusammen und musste ins Erste-Hilfe-Zelt. Erst nach ein paar Infusionen war Rudolf wieder wohlauf. „Zumindest kann ich mir nichts vorwerfen, habe alles gegeben“

In Zürich soll es deutlich besser werden und bei den Staatsmeisterschaften im August in Podersdorf gilt es den Titel zu verteidigen. An Zielen fehlt es Rudolf also weiterhin nicht.