Erstellt am 08. September 2014, 07:33

von Claus Stumpfer

Djukic zurück in St. Pölten. Mutter gab Ausschlag für Rückkehr des Nationalteamspielers in die „Heimatstadt“.

Damir Djukic (Mitte, mit den Leobenern Georg Filzwieser und Andi Schwarz)  |  NOEN, zvg

Gerüchte hatte es zuletzt immer wieder gegeben, dass die St. Pöltner gerne Damir Djukic zurückholen würden, doch letzte Woche schien das Thema endgültig vom Tisch zu sein. „Wir haben nach der Niederlage in Krems gleich nochmals mit ihm geredet, aber danach habe ich mir ehrlich gesagt keine Hoffnung mehr gemacht, dass das noch etwas werden könnte“, rechnete Peter Wallner, der sportliche Leiter der Falken, eigentlich damit, dass Dukic das Angebot von einem französischen Klub annehmen würde.

Doch tatsächlich war dies für den Ex-Nationalteamspieler gar nicht wirklich eine Option. „Meine Mutter lebt in Wien, und ist gesundheitlich angeschlagen, da will ich in der Nähe bleiben“, gesteht Djukic aber auch, dass es in Österreich „gar nicht so viele Angebote“ gab.

„Die Anmeldung ist am letzten Drücker passiert“

„St. Pölten hat sich doch am Ernsthaftesten um mich bemüht, meine Schwiegereltern leben hier, und beim Klub kenne ich ja praktisch jeden“, war es für Dukic letztlich folgerichtig, noch vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub Leoben in St. Pölten anzuheuern. „Die Anmeldung ist am letzten Drücker passiert, sodass Damir beim ersten Heimspiel gleich den Fans präsentiert werden konnte“, freut sich Wallner.

Und der Coup mit Dukic machte sich bezahlt, Leoben wurde in einem dramatischen Match 31:30 besiegt (siehe Seite 76). „Die Fans waren fantastisch und haben uns zum Sieg getragen“, gesteht Djukic, dass auch sie ein Grund waren, das finanziell für ihn doch ernüchternde Angebot St. Pöltens anzunehmen. „Es ist schön, wenn man merkt, dass sich die Leute freuen, wenn man aufläuft!“

Und damit finanziell vielleicht nachgebessert werden kann, sucht man beim Klub noch nach Modellen für Zusatzsponsoren. „Aber wenn wir dank Djukic weiter attraktiv spielen, finanziert er sich durch den Fanzuspruch ohnehin selbst“, rechnet Wallner jetzt weiter mit einer vollen Halle.