Falken segeln an der Sensation vorbei. Zwölf Djukic-Tore reichten nicht für die Sensation im Derby. Krems behält im Finish die Nerven: 28:24!

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 27. Oktober 2014 (07:46)
NOEN, Wolfgang Wallner
Voller Einsatz. St. Pöltens Stefan Denk am Kreis.

ST. PÖLTEN - KREMS 24:28. „Wir waren ganz knapp dran“, seufzt Damir Djukic. Zwölf Volltreffer setzte der Routinier in die Maschen. Doch das reichte nicht zur Sensation im prall gefüllten Sportzentrum NÖ. „Weil Krems um die entscheidende Kleinigkeit besser war.“ Der Vater des Favoritensieges: Torhüter Michal Shejbal, der in den entscheidenden Phasen einfach nicht zu bezwingen war.

Harter Kampf im Derby

Vom Start weg zeigten die Falken, dass sie aus dem ersten Derby in Krems gelernt hatten. Zweimal lag der Unterdog sogar vorne (5:4 und 9:8), beide Male war Alen Bajgoric für den Führungstreffer verantwortlich. Die Phase vor dem Kabinengang gehörte allerdings den Wachauern, dank starker Shejbal-Paraden zogen sie auf vier Tore davon. Der überragende Djukic verkürzte per Siebenmeter noch auf 10:13. Die ersatzgeschwächten Gäste (ohne Schopf und Wagner) hielten den knappen Vorsprung. Das zwischenzeitliche Vier-Tore-Polster schmolz allerdings. Und dann traf auch noch Djukic (53.) zum 22:23.

Eine Sensation lag in Reichweite

„Leider haben vor dem Tor die Nerven geflattert, wir haben zu viel mit der Brechstange probiert“, weiß Falken-Coach Ibish Thaqi. Mit einem Time-Out brachen die Kremser den Rhytmus und nach der Zeitstrafe für Johann Schmölz (56.) kippte die Partie endgültig. Da stand‘s noch 24:25 aus Sicht der St. Pöltner. Drei Kremser Treffer in den Schlussminuten machten der Derbyzauber allerdings ein rasches Ende.

Krems-Keeper Shejbal wurde zum „Man of the Match“ gekürt. Sein Fazit: „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht.“