Haas siegt „daheim“. Tennis / Niederösterreicherin Barbara Haas entscheidet 3. St. Pöltner Tennis-Highlight des Sommers für sich.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 08. September 2014 (07:30)
Barbara Haas gewann den erstmals ausgetragenen Damenbewerb der Madainitennis-Open.
NOEN, Stumpfer
Mit dem 9. Madainitennis-Open presented by Sportland NÖ fand der bisher wohl interessanteste Tennis-Spätsommer in Niederösterreich im Sportzenturm NÖ ein mehr als würdiges Ende.

Nach den zum Einstieg erfolgreich durchgeführten österreichischen Rollstuhl-Staatsmeisterschaften und den 1. St. Pöltner Stadtmeisterschaften folgte letzte Woche das internationale ITN-Turnier. „Ein Event, auf das St. Pölten mehr als stolz sein kann“, ist Organisator Ramin Madaini überzeugt.

Erstmalig sichert sich Niederösterreicherin Titel

111 Spieler aus 16 Nationen (56 davon aus Österreich) fanden den Weg ins Sportzentrum, um bei Herren und erstmals auch Damen Weltranglistenpunkte zu holen.

Erfreulich war, dass die Lokalmatadore die Chance nutzen konnten, um sich in Szene zu setzten. Erstmalig konnte sich mit Barbara Haas sogar eine Niederösterreicherin den Titel sichern. Eine besondere Freude für Madaini: „Denn Babsi startete ursprünglich ihre Karriere beim Training mit mir!“

War die 18-jährige Amstettnerin eine Woche davor im Finale von Pörtschach knapp an Pia König gescheitert, holte sich durch einen Dreisatzsieg über die Italienerin Anna Giulia Remondina den Titel. Bei den Herren gab es einen Favoritensieg. Der Deutsche Nils Langer (ATP 390) siegte im Finale gegen den von Ex-ÖTV Sportchef Gilbert Schaller gecoachten Russen Kirill Dmitiev (ATP 679) ebenfalls in drei Sätzen.

Außenseiter ebenfalls stark

Erfreulich auch die Leistung der St. Pöltner, die über Wildcards teilnehmen durften. Markus Sedletzky, der sich als Stadtmeisterschaft starten durfte, schrammte in der ersten Runde hauchdünn an der Sensation vorbei. Er unterlag dem späteren Halbfinalisten Pascal Brunner erst im dritten Satz des Tie-Breaks.

Mehr Glück hatten Dominik Kotek und Max Lechner. Nachdem ihre Erstrundengegner Florian Fallert und Nils Langer (der spätere Einzelsieger) aufgeben mussten, erwischten sie im Viertelfinale einen „Traumtag“ und bezwangen die nicht ganz fitten Johannes Schretter/Thomas Statzberger in zwei Sätzen. Der Lohn dafür ist das erstmalige Aufscheinen in der Doppel-Weltrangliste am Montag mit 6 ATP-Punkten!

Ramin Madaini zog daher ein mehr als positives Resumee: „Die Herausforderung erstmalig auch einen Damenbewerb zu veranstalten, wurde von unserem Team perfekt gemeistert und der Erfolg von Haas gibt uns natürlich Recht, dass ein solches Turnier in Österreich unbedingt notwednig war.“ Erfreut war er natürlich auch über das Lob der ITF und der vielen internationalen Teilnehmer, die sich von der Organisation und dem Sportzentrum NÖ begeistert zeigten. „Nach so einer Woche ist man zwar fix und fertig, freut sich aber auch schon auf das nächste Jahr, wenn das Madainitennis-Open sein 10-Jährigs Jubiläum feiern wird“, erklärte Madaini.