Christoph Steiner: Ein Groß-Sierninger Ausnahmetalent

Den 12-jährigen Christoph Steiner zieht’s in den Juniorcup, nachdem er heuer die 85ccm-Supermoto-Meisterschaft aufgemischt hat.

Claus Stumpfer
Claus Stumpfer Erstellt am 22. September 2021 | 02:19
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Der noch 12-jährige Christoph Steiner fuhr auf seiner 85ccm-Maschine im Super-Moto allen davon. Nächste Saison wird er jüngster Starter im Austrian Junior Cup.
Foto: privat

Letzte Woche fand am Wachauring die Entscheidung in der österreichischen Supermoto-Meisterschaft statt. Bei herrlichem Spätsommerwetter wurde in allen Klassen um die Tagessiege und das Jahresendergebnis gekämpft.

Spezielles Augenmerk lag am jungen Groß-Sierninger Christoph Steiner, der in der Klasse 85ccm bei den letzten Läufen immer am Podium stand und für den es in Melk daher um den Gesamtsieg ging.

Im ersten Lauf tollen Zweikampf knapp verloren

Beim Qualifying belegte er Rang zwei, was schon einmal eine hervorragende Ausgangsposition für die Rennen am Sonntag war. Im ersten Lauf setzte er sich dann gleich einmal mit Matej Kokes vom restlichen Feld ab. Nach tollem Zweikampf über die ganze Renndistanz hatte der Tscheche am Zielstrich die Nase knapp vorn. So ging es in die Mittagspause, wo die Maschine nochmals von PKB Performance (Manuel Kienbichl und Team) durchgesehen und auf Regenreifen umgerüstet wurde.

Nachmittags, beim zweiten Lauf, wurde es dann wie vorhergesagt nass. Steiner kam als Vierter vom Start weg, fuhr aber bereits in Runde zwei auf den zweiten Platz und übte unermüdlich Druck auf den führenden Kokes aus, zwang diesen Mitte des Rennens zu einem kleinen Fehler. In Führung war jetzt aber Steiner der Gejagte. Kokes fightete sich wieder auf Schlagdistanz heran, und die letzten zwei Runden waren an Spannung nicht zu übertreffen.

Tolles Überholmanöver in der Schlussrunde

Nach einigen Führungswechseln der beiden, setzte sich Steiner in der letzten Runde, nach einem tollen Überholmanöver, an die Spitze und gab diese nicht mehr her. Mit diesem spannenden Endspurt am Wachauring, nur 14 Kilometer von seinem Heimatort entfernt, holte er sich den 85ccm-Titel sowie den Tagessieg in der österreichischen und tschechischen Meisterschaft. Darüberhinaus kürte er sich noch zum Sieger des Grenzland Cups 2021, den er 2020 gewinnen hatte können.

Und neue Ziele für die kommende Saison gibt es bereits. Schon heuer trainierte er im Sommer mit der KTM RC4R von Xaver Moser, der nach einem Sturz längere Zeit pausieren musste, für den Austrian Junior Cup 2022. Es gilt als fix, dass das NÖ Toptalent auf diese Serie umsattelt.