Schmirl glaubt an Olympia. Rabensteiner trauert Verschiebung der Europameisterschaft im 10m-Bewerb nicht nach, hofft noch auf Formsteigerung bis Juni.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 27. Januar 2021 (00:30)
Angriff mit neuem Gewehr. Alex Schmirl glaubt an einen erneuten Olympiastart.
Matthias Streibel

Nach der Absage der Europameisterschaft 10m, ist für die Athleten die Saisonplanung extrem schwierig geworden. Alexander Schmirl wäre nach derzeitiger Rangliste nicht in Tokio dabei, benötigt also unbedingt noch Qualifikationsmöglichkeiten, um seinen Startplatz fixieren zu können.

Der Rabensteiner bleibt dennoch optimistisch: „Es war keine Absage der EM 10m, sondern sie soll jetzt im Rahmen der 50m-EM im Juni nachgeholt werden“, weiß aber auch er, dass in Zeiten wie diesen nichts fix ist. Unglücklich über die Verlegung nach hinten ist Schmirl aber nicht wirklich. „Meine 10m-Form lässt derzeit ohnehin etwas zu wünschen übrig, da tut mir ein wenig Zeit ganz gut“, glaubt er. Zufrieden ist Schmirl mit seinen Trainingsleistungen im 50m-Bewerb. „Da bin ich schon sehr gut drauf und hoffe auch, dass die bevorstehenden Weltcups stattfinden.“ Der erste soll bereits Ende März steigen und ein Quotenplatz über die Rangliste wäre dort zu erzielen.

Training mit neuem Gewehr läuft gut

Vom Trainingsumfang her läuft bei Schmirl derzeit alles wie geplant. „Ich hatte bisher Glück und bin von Corona verschont geblieben, allerdings halte ich mich auch penibel an die Beschränkungen um kein Risiko einzugehen“, weiß er auch um seine privilegierte Position als Spitzensportler. „Anders als andere dürfen wir unserer Arbeit nachgehen, allerdings sind Teamtrainings momentan nur sehr selten und wenn, dann finden sie unter strengsten Auflagen und in Kleinstteams statt“, erzählt der Heeresathlet. Mit seinen Trainern ist Schmirl meist nur per Telefon oder via Video in Kontakt.

Fortschritte gab’s zuletzt am Materialsektor. „Mein Gewehr ist bereit für die Saison“, ist Schmirl überzeugt. Gemeinsam mit Bernhard Pickl und mit ihrem Gönner Karl Schäfer haben sie an einem neuen 50m-Gewehr gearbeitet, das durch die Verschiebung der Olympischen Spiele auch bereits auf Herz und Nieren getestet werden konnte.