Segovia „rotiert“ auf die Tribüne. Als vierter Legionär war der Torjäger zum Zuschauen verurteilt.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 27. Oktober 2014 (07:51)
Heiß auf Premiere. Daniel Segovia will gegen Hartberg nach drei Penalty-Toren in der Liga erstmals aus dem Spiel heraustreffen. Fotos: CS
NOEN, CS

Ein fixes Ticket hatte bisher nur Tomasz Wisio. Der Kapitän war gesetzt, ob bei Herbert Gager oder nun unter Michael Steiner. Die übrigen beiden Legionärsleiberl sind heiß umgekämpft. Besonders nach dem Trainerwechsel. Am Freitag erwischte es Daniel Segovia, der zuletzt glücklose Spanier wurde auf die Tribüne rotiert.

Für ihn bekam Landsmann David Parada eine Chance. Der lieferte an der Seite von Martin Grasegger im defensiven Mittelfeld ein gutes Match ab. „Freut‘ mich für ihn“, sagt Trainer Steiner, „David hat sich sehr professionell verhalten, als er nicht im Kader gestanden ist.“ Das selbe gelte jetzt für Segovia. Für Steiner ein Beweis, „dass der Zusammenhalt im Team passt“.

Kaderplanung für den Winter läuft bereits 

Segovia werde, so versichert der Trainer „noch viele Spiele und viele Tore für den SKN machen.“ Der erhoffte Knipser ist der Rückkehrer bislang noch nicht. Vier Liga-Tore sind nur Mittelmaß – wohl auch, weil das „Futter“ aus dem Mittelfeld in vielen Partien gefehlt hat. Was im SKN-Kader an sich fehlt, analysieren zur Zeit General Manager Andreas Blumauer, Sportdirektor Frenkie Schinkels und Chefcoach Steiner. „Es wird keine Alleingänge bei den Transfers geben“, versichert Steiner. „Auch wenn ich mit dem aktuellen Kader zufrieden bin, muss man im Profigeschäft immer schauen, wie man sich weiterentwickeln kann.“

„Daniel Segovia wird noch viele Spiele und viele Tore für uns machen.“ SKN-Trainer Michael Steiner über den zuletzt ausgebooteten Stürmer.

So soll Schinkels bereits Ex-Teamspieler Stefan Maierhofer kontaktiert haben. Der zur Zeit vereinslose Stürmer dürfte aber aus finanziellen Gründen kein ernsthaftes Thema sein.

Der „Chef-Wolf“ übt sich in Geduld: „Ich bin kein Trainer, der öffentlich nach Verstärkungen ruft und den Verein unter Druck setzt. Das ist einfach nicht mein Stil.“