Frankenfelser bezwang „Everest“ unter neun Stunden

Der Frankenfelser Christian Seidl schafft 8848 Höhenmeter in Topzeit.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 02:26
Lesezeit: 1 Min
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Der Frankenfelser Christian Seidl bestreitet für den ÖSV auch Weltcuprennen im Skibergsteigen. In der Vorbereitung versuchte sich der Spitzenathlet in Lackenhof am beliebten „Everesting“.
Foto: privat

Einer besonderen Herausforderung stellten sich heuer die beiden Ausdauerspitzensportler Christian Seidl (SCU Frankenfels) und Benjamin Illek (Waidhofen/Y.). Sie organisierten ein „Everesting“, wollten also im Aufstieg die 8848 Meter des höchsten Bergs der Welt in möglichst kurzer Zeit bewältigen.

Die Rennstrecke im Ötscherdorf Lackenhof führte vom Parkplatz Weitental bis zum Wendepunkt oberhalb des Riffelsattels und musste 18,5 Mal im Aufstieg mit angefellten Tourenski und in rasanter Skiabfahrt bewältigt werden. Angepeilt wurde eine Gesamtzeit von 10 Stunden.

Skibergsteigen - Frankenfelser bezwang „Everest“ unter neun Stunden
Der Frankenfelser Christian Seidl bestreitet für den ÖSV auch Weltcuprennen im Skibergsteigen.
Foto: privat

„Die wichtigen Rahmenbedingungen, also Wetter sowie Schnee- und Pistenverhältnisse waren am Wettkampftag beinahe perfekt“, freut sich Seidl, dass der Bewerb trotz des Warmwettereinbruchs zu Silvester stattfinden konnte. „Denn die enorme Höhendifferenz, der 37-fache Ski-/Fellwechsel, Gehtaktik, Verpflegung, Materialverfügbarkeit stellten ohnehin schon außergewöhnliche Anforderungen!“

Seidls Zeit überraschte auch ihn selbst. Er bewältigte in nur 8:56 Stunden die Strecke, was einer durchschnittlichen Aufstiegs-/Abfahrtsleistung von 990 Höhenmetern pro Stunde entsprach. „Das war nur möglich, durch die abgestimmte Pistenbenützung mit den Ötscherliften, aufgrund der perfekten Betreuung durch Michael Illek ab dem frühen Morgen sowie zahlreichen Freunden und Bekannten, die moralische Unterstützung entlang der Strecke leisteten“, bedankte sich Seidl.

„Das ‚Everesting‘ umzusetzen, bedingte gewaltigen Trainingsumfang und psychische Belastbarkeit“, hat Seidl aber schon neue sportliche Zielsetzungen. „Jetzt fasse ich noch ‚Schneeberging‘ und auch ‚Großglocknering‘ ins Auge!“