Boxen der Superlative im Juni in Eichgraben

Erstellt am 11. Mai 2022 | 02:46
Lesezeit: 3 Min
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Vizebürgermeister Johannes Maschl (r.) freut sich, dass der Kickboxweltmeister Florian Bartl den WKF-Wienerwald-Grand-Prix nach Eichgraben holt.
Foto: AndreaStoiser
Ex-Weltmeister Florian Bartl bringt als neuer WKF-NÖ-Präsident Spitzensboxen in seine Heimatgemeinde Eichgraben.
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Auf ein spannendes Event können sich Freunde des Boxsports am Samstag, dem 25. Juni, freuen. Von 17.30 bis 23 Uhr findet dann in der großen Sporthalle der Mittelschule der 1. WKF Wienerwald Grand Prix statt. Organisator ist der NÖ Landesverband der World Kickboxing Federation, der diese hochkarätige Veranstaltung erstmals nach Eichgraben bringt.

Seit kurzem ist der Eichgrabner Florian Bartl Präsident des NÖ Landesverbands für Kickboxen in der WKF und leitet ihn gemeinsam mit Adrian Kainz. „Aus beruflichen Gründen stelle ich meine eigenen Kampfambitionen hintan“, erzählt der Ex-Weltmeister, der seine Laufbahn mit sieben Jahren im Eichgrabner Judoverein begonnen hat. „Inspiriert von einem Kickboxfilm begann ich dann 2012 mit dem Kampfsport im Verein Octagon in Wien zu trainieren.“

Ein Jahr später war Bartl mit 14 Jahren bereits österreichischer Vizemeister im Leichtkontakt seiner Altersklasse, ein halbes Jahr später Europameister. Seinen internationalen Durchbruch hatte er 2016, als er in Kanada im Vollkontakt K1 bis 81 kg Körpergewicht gegen den dortigen Kickboxchampion gewann.

Bereits einen Monat später bezwang er in Ägypten einen weiteren lokalen Champion und krönte sich zum „Intercontinental Champion“. Ende 2016 wurde er WKF-U-18-Amateurweltmeister K1 Vollkontakt im italienischen Andria und im Mai 2017 zweifacher WKF-Europameister K1 -81kg auf Santorin.

Vor den zwei Europameistertiteln aber holte er sich noch im April in Chengdu (China) seinen ersten WKF-ProAM-Weltmeistertitel gegen den Asia-Sanda-Champion Junhua Ran. „Mein K.-o-Sieg beeindruckte auch die Chinesen“, sagt er stolz. Im selben Jahr feierte Bartl auch noch einen Europacup-Sieg in Polen.

„Im Zuge meines Präsenzdienstes unterstützte mich das Bundesheer bei meinen sportlichen Aktivitäten und so konnte ich 2018 auch alle meine Kämpfe gewinnen“, schildert er stolz. Höhepunkt 2018 war die Amateurweltmeisterschaft in Buenos Aires.

In seiner Disziplin K1 Vollkontakt -81kg gewann Bartl beide Ausscheidungskämpfe und kam mit einem sehr starken Argentinier ins Finale. Bartl gewann dieses souverän mit 3:0 nach Punkten und wurde erneut WKF-Weltmeister in K1. Daraufhin trat Bartl im Semikontakt an, in dem er ebenfalls ins Finale einzog, um sich letztlich zum WKF-Weltmeister auch in dieser Kategorie zu krönen.

Der WKF-Wienerwald-Grand-Prix besteht aus 12 bis 14 Kämpfen zu je drei bis fünf Runden á zwei Minuten. Die Kämpfer der Vorkämpfe stammen von österreichischen Vereinen oder aus EU-Ländern und sind alle Kategorie B oder C.

Die Vorkämpfe bestehen aus Kickbox-K1-Kämpfen und zwei klassischen Boxkämpfen. Das Highlight bildet ein internationales 8-Mann-Turnier, bei dem sich vier Österreicher mit vier Kämpfern aus Rest-Europa in einem K.-o.-System (7-Kämpfe) matchen. Den Siegern winkt ein durch Sponsoren ermöglichtes Preisgeld von 1500 Euro.

Ein weiteres Highlight des Abends ist der Schwergewichtskampf um den Internationalen Pro-Am-Titel der WKF. Der Tscheche Jindrich Krajca verteidigt dabei seinen durch K.-o. gewonnenen Titel gegen den Polen Jakub Sajecki, der seinen letzten Kampf in Mikolow ebenfalls mittels K.-o. in der ersten Runde beenden konnte.

Tickets im Vorverkauf (bis 22. Juni) kosten 28,50 Euro, an der Abendkasse 35 Euro. Nähere Infos auf www.kbeg.at.