Erstellt am 18. Januar 2017, 08:04

von Claus Stumpfer

Auf dem Stockerl. Kurt-Teigl-Schützling Christina Hengster fuhr in Winterberg zur ersten EM-Medaille eines österreichischen Damen-Zweierbobs.

„Superglücklich“ war die Tirolerin Christina Hengster mit Österreichs Chefcoach, nachdem sie die erste Frauen-EM-Medaille für Österreich geholt hatte.  |  NOEN, OBV

Christina Hengster, die für das Team Teigl fährt und wie alle österreichischen Bobdamen im LZ Ost beim Innermanzinger Kurt Teigl in St. Pölten/Weinburg trainiert, hat am Freitag bei der EM in Winterberg die Bronzemedaille gewonnen. Die 30-jährige Tirolerin wurde mit Jennifer Onasanya im Weltcup-Rennen mit 1,17 Sekunden Rückstand auf die US-Amerikanerin Elana Meyers Sechste, musste sich in der bereinigten EM-Wertung aber nur der zweitplatzierten Deutschen Mariama Jamanka und der viertplatzierten Russin Nadeschda Sergejewa geschlagen geben.

Für Hengster kam der Podestplatz aber nicht überraschend, denn in den drei Weltcup-Bewerben davor war sie mit den Plätzen zwei, sechs und drei stets beste Europäerin gewesen. Sie wurde von vielen daher als Favoritin für die Titelkämpfe gehandelt. Sie bildete diesmal aber nicht wie gewohnt mit Sanne Dekker ein Team, die erkrankt ist, sondern hatte die Studentin Onasanya mit an Bord.

„Endlich die ersehnte erste EM-Medaille, ich bin superglücklich“, jubelte Hengster im Ziel. Es war überhaupt die erste EM-Medaille eines österreichischen Damen-Zweierbobs. Schon zur Halbzeit war sie auf Position sechs beziehungsweise EM-Platz drei gelegen. „Die Starts mit Onasanya waren trotz des wenigen Trainings mit ihr sehr gut, meinen zweiten Lauf hätte ich aber gefühlsmäßig noch schneller erwartet“, analysierte Hengster.