Erste Hürde bei Weltmeisterschaft wurde gemeistert. Roman Zirnwald überstand mit Dominik Stipsits bei der WM in Schottland im Doppel zumindest die erste Hürde.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 29. August 2017 (03:40)
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Oliver Pongratz findet die richtigen Worte für die Spieler.

Österreich ist bei der Badminton-WM in Glasgow seit Mittwoch nur noch Zuschauer. Der für Pressbaum startende St. Pöltner Roman Zirnwald musste sich mit seinem Doppelpartner Dominik Stipsits aus Mödling in der zweiten Runde den als Nummer 14 gesetzten Briten Marcus Ellis/Chris Langridge erwartungsgemäß mit 0:2 (-15, -10) geschlagen geben.

Die Badminton-Individual-WM wurde am Sonntag in Schottlands Hauptstadt Glasgow eröffnet, und das Auftaktspiel verlief am Montag für die Österreicher verheißungsvoll. Zirnwald/Stipsits siegten im Erstrunden-Doppel gegen die australische Paarung. Insgesamt sind vier Österreicher unter Nationalteamtrainer Oliver Pongratz für die Welttitelkämpfe qualifiziert.

„Ich bin frisch und schnell, habe mich noch nie so gut vorbereitet auf einen großen Wettkampf gefühlt.“ Roman Zirnwald

Der Auftakterfolg für Zirnwald/Stipsits kam nicht unerwartet. Nicht nur waren die beiden als Nummer als 64 in der Doppel-Weltrangliste gegen Mitchell Wheller und Simon Wing Hang Leung (BWF 106) zu favorisieren, die beiden Österreicher hatten zuletzt unter Pongratz auch hervorragend trainiert.

„Die Vorbereitung verlief sehr gut. In den letzten zwei Wochen standen viele Matches am Programm, um die Schnelligkeit und Matchpraxis wieder zu bekommen, nach vielen Wochen des harten Trainings“, wähnte sich Zirnwald schon vor dem Match frisch und schnell.

„Wir sind so gut wie noch nie vorbereitet auf die WM, wollen das sehr gute Sommertraining umsetzen und unser bestes Spiel zeigen“, ergänzte Stipsits. Was dann den beiden in Runde eins auch gelungen ist. Auch seine andauernden Rückenprobleme bekam Zirnwald im Match in den Griff.

Starke Leistung in der ersten Runde

Trotzdem war die Deutlichkeit des Erfolgs mit 21:9, 21:11 beeindruckend. „Dominik und Roman haben das sehr gut und konsequent gemacht. Das erste Spiel ist nie einfach, auch wenn wir als Favoriten in die Partie geganggen sind“, war Pongratz nach dem Match „sehr froh“.

In Runde zwei warteten mit den Briten allerdings bereits die Olympia-Dritten von 2016. „Gegen diese absolute Weltklassepaarung gab‘s nichts zu gewinnen, aber einiges zu lernen“, sagt Pongratz.

Im Herren-Einzel war sowohl für Vilson Vattanirappel wie auch für Luka Wraber bereits in der ersten Runde Endstation.