Die Führung ausgebaut. BUNDESLIGA / ASV Pressbaum revanchiert sich bei Traun für die letztjährige Finalniederlage mit einem glatten 6:2-Sieg.

Erstellt am 01. Februar 2012 (07:35)
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Sonja Langthaler stand ganz knapp vor ihrem ersten Sieg in einem Bundesligaeinzel. Bei einer 19:14-Führung im dritten Satz war diesmal aber noch die Nervosität zu groß.STUMPFER
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VON CLAUS STUMPFER

PRESSBAUM - TRAUN 6:2. Der ASV Pressbaum empfing am Wochenende daheim im Sacre Coeur den amtierenden Meister aus Traun. In einer packenden Finalserie hatten sich im Vorjahr die Pressbaumer noch gegen Legende Jürgen Koch und dessen Mitstreiter geschlagen geben müssen - heuer stellten die Trauner, die sich im Umbruch befinden, freilich keine Bedrohung mehr dar.

Mit einem 6:2-Sieg konnte der ASV den Vorsprung in der Tabelle auf drei Punkte ausbauen. Dieses Mal spielten Roman Zirnwald und Luka Wraber das erste Herrendoppel und Philip Katsaros mit Luka Petric das Zweite.

Das frisch geformte Einserdoppel brauchte dann zwar fast einen ganzen Satz und sieben abgewehrte Satzbälle, bis es richtig ins Spiel fand, aber nach dem 27:25-Satzgewinn begann es richtig zu „flutschen“. Satz zwei gewannen Zirnwald/Wraber 21:17.

Katsaros/Petric spielten überhaupt zum ersten Mal miteinander und so gab es auch leichte Abstimmungsprobleme am Anfang. Den ersten Satz verloren sie und erst im Zweiten wurde es spannend. Doch die Satzbälle konnten sie nicht verwerten und so ging auch dieser Satz (26:28) und damit auch das Match verloren.

Das Damendoppel gewannen Sonja Langthaler und Hanka Prochazkova ganz glatt. Auch die Herreneinzel von Luka Wraber und Luka Petric waren ungefährdet. Damit führte Pressbaum bereits mit 4:1.

Langthaler spielten noch  die Nerven einen Streich

Das Dameneinzel von Pressbaums Nachwuchshoffnung war dann in Abwesenheit der zweiten Pressbaumer Legionärin ein echter Krimi. Im dritten Satz lag Langthaler dann schon 19:14 vorne, ehe die Angst vor dem Gewinnen zu groß wurde und sie das gefürchtete „Zitterhändchen“ bekam. Langthaler musste sich noch 22:24 geschlagen geben. „Trotzdem war das ein sehr couragierter Auftritt für eine 17-Jährige“, lobte Mannschaftsführer Zirnwald.

Ralph Bittenauer seinerseits ist trotz seiner Jugend mittlerweile Bundesligaroutinier und so verlor er zwar den ersten Satz in der Verlängerung, konnte sich aber steigern und noch 21:12 und 21:9 sicher gewinnen. Den Schlusspunkt setzte einmal mehr das Mixdoppel Roman Zirnwald und Hanka Prochazkova. Mit ihrem Zweisatzsieg fixierten sie den Endstand von 6:2.

„Ich freue mich, dass auch gegen den diesjährigen Nachzügler einige Zuschauer in der Halle waren und uns angefeuert haben, das motiviert zusätzlich“, sieht er den letzten beiden Spielen des Grunddurchgangs sehr zuversichtlich entgegen. „Der Nummer-eins-Spot ist uns für die Play-offs zwar noch nicht ganz sicher, aber wir sind auf einem wirklich guten Weg!“