Erschreckend schwach. NACHBARSCHAFTSDERBY / Wie groß ist der Unterschied zwischen 2. Landesliga und 1. Klasse wirklich? - Nicht zu groß, offenbar!

Erstellt am 01. Februar 2012 (07:35)

VON CLAUS STUMPFER

GABLITZ - PURKERSDORF 2:0. Die Gablitzer gingen mit einem Elan in diese Partie, als würde mit ihr bereits die Meisterschaft entschieden. Bei den stark ersatzgeschwächten Purkersdorfern hatte man hingegen den Eindruck, als würden die Akteure lieber auf Almhütten herumhängen, um dann hin und wieder mit dem Snowboard eine Abfahrt zu wagen. Und so kam es, dass sich der 2. Landesliga-Klub blamiert hat.

„Ohne jeden Zug aufs Tor, ohne Punch, einfach erschreckend schwach“, zeigte sich Gablitz-Coach Roman Pichler besorgt vom Zustand der Truppe des Gegners , die in wenigen Wochen zwei Ligen über seiner Mannschaft ihren Mann stellen soll.

Auch Testpilot Emrah Balkaya, den man sich auf Empfehlung von Ibrahim Aksu - der im Sommer den FCP verließ - näher angesehen hat, vermochte dem Spiel keine Impulse zu geben. Zu statisch verlief der Spielaufbau bei den Purkersdorfern, um den Gablitzern wirklich gefährlich zu werden. Nur zweimal kam Bondokic gefährlich vors Gablitzer Tor, einmal scheiterte er an der Stange, beim zweiten Mal vergab er kläglich.

Harmlose Purkersdorfer  können nicht kontern

„Man beginnt zu verstehen, warum sie nur sieben Tore im Herbst geschossen haben“, meinte Pichler, dessen Burschen sich nicht nur dem Favoriten entschieden entgegen stemmten, sondern auch ein paar Chancen zu kreieren in der Lage waren. Das 1:0 fiel dann auch nicht unverdient nach einer tollen Einzelleistung von Hüseyin Budak auf der halbrechten Seite. Stefan Zorzi besorgte noch vor der Pause den 2:0-Endstand.

In der zweiten Halbzeit merkte man dann beiden Teams an, dass sie voll im Aufbautraining stecken. „Da lief dann nicht mehr viel zusammen“, meinte Pichler bei seiner Analyse.

Zufrieden mit der Leistung seiner Spieler war natürlich auch Purkersdorfs Christian Heidenreich nicht, allerdings gab er sich auch nicht allzu besorgt, schließlich hätten noch etliche Schlüsselspieler gefehlt, darunter Kukla Brauchart und Deutinger. „Letzterer macht nach einer harten Prüfungswoche noch zwei Wochen Skiurlaub, wird uns dann aber definitiv zur Verfügung stehen“, versichert Heidenreich.

TESTSPIEL