Neuer Streckenrekord bei "Wienerwald Ultra Trail Event". Christian Lackinger war beim „Wienerwald Ultra Trail Event“ in Purkersdorf auf der Marathonstrecke einsame Klasse.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 16. September 2020 (00:58)
Christian lackinger sorgte für einen neuen Streckenrekord.
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Trail-Running ist der aktuelle Trend im Ausdauersport und in Purkersdorf ist man bereits das dritte Jahr im Osten Österreichs der Trendsetter. Eine vergleichbare Veranstaltung wie jene vor den Toren Wiens, mit Start und Ziel am Hauptplatz in Purkersdorf, gint es nicht. Mit der Raiffeisenbank Wienerwald ist trotz Corona der regionale Hauptsponsor an Bord geblieben, was das Trailfestival trotz pandemiebedingter Änderungen erst möglich gemacht hat.

Und trotz Virus gab es auch heuer wieder einige internationale Starter auf den diversen unterschiedlichen Strecken, wenn auch deutlich weniger als im Vorjahr. Immerhin waren bei der Erstaustragung 20 Nationen am Start.

Die Veranstalter ließen auch wieder ihre Kontakte mit dem österreichischen Betriebssportverband spielen, sodass auch 2020 die österreichischen Betriebssportmeister im Trailrun in Purkersdorf gekürt wurden. Darüber hinaus war diese Veranstaltung auch Station des österreichischen Trail-Running-Cups 2020. Selbstverständlich werden verschiedene Distanzen bei diesem Trail-Event angeboten. „Mit Bewerben von 5,3 bis 127 Kilometern ist für alle Läuferinnen und Läufer eine passende Distanz dabei“, findet auch Christian Lackinger.

Der Athlet des ULC Transfer St. Veit hat am Samstag beim Hauptbewerb des „Wienerwald Ultra Trail Events“ mit den meisten Startern, nämlich über die klassische Marathondistanz, gespickt mit 1.300 Höhenmetern, einen neuen Streckenrekord aufgestellt.

Lackinger, der schon mit großen Ambitionen an den Start gegangen war, macht bereits am ersten Anstieg nach vier Kilometern klar, dass er defintiv auf den Tagessieg aus war. „Ich bin die Strecke im Training abgelaufen, mein Ziel war zwischen Kilometer 20 und 30 richtig Gas zu geben, weil mir hier das Gelände sehr entgegenkommt.“

Aber bereits nach acht Kilometern konnte sich der gebürtige Lilienfelder an die Spitze setzen und gab diese Position bis ins Ziel nicht mehr ab. „Als Straßenläufer bin ich die muskuläre Anstrengung nicht so gut gewohnt, und die letzten acht Kilometer waren im wahrsten Sinn des Wortes ein Krampf, aber der Vorsprung war groß genug, sodass ich ein wenig Tempo rausnehmen konnte – besser gesagt musste“, war er nach 42 Kilometern „echt froh, dass es vorbei war.“ Am Ende konnte Lackinger mit einer Laufzeit von 3:35:07 Stunden den alten Streckenrekord um zwei Minuten unterbieten.