„Hab‘s genossen“. Triathlon | Niko Wihlidal gewinnt den Austrian Triathlon Podersdorf, der Wolfsgrabener ist somit Staatsmeister über die olympische Distanz.

Erstellt am 28. August 2013 (10:59)
NOEN, Hermann Fuchsluger Austria foto.
Von Claus Stumpfer

Bei unserer letztwöchigen Ankündigung hätten wir irrtümlich Niko Wihlidal am Samstag beim Langdistanz-Triathlon auf die Strecke geschickt, doch der Wolfsgrabener tat gut daran, nicht auf uns zu hören. „Ich hatte schon im Herbst 2012 bei der Jahresplanung mit meinem Trainer beschlossen, heuer keinen Langdistanzbewerb zu bestreiten“, stellte Wihlidal bereits klar, dass es mittelfristig bei ihm auch bei der Olympischen Distanz bleiben wird.

Rückstand nach Schwimmen mit Lauf- und Rad-Bestzeiten wettgemacht

Eine Entscheidung, die durch den Erfolg von Podersdorf natürlich als völlig richtig bestätigt wurde. Der Athlet vom Skinfit Racing Tri Team lief nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen in 1:52:31 Stunden vor dem Ungarn Molnar (1:53:10) und Mangold (AUT/1:54:44) als Erster durchs Ziel.

Wihlidal war als Sechster mit drei Minuten Rückstand auf den Führenden Molnar aus dem Wasser gestiegen. „Ein bisschen viel“, wie er selbst fand. Mit Bestzeiten auf der Rad- und Laufstrecke sorgte Wihlidal aber noch für einen überzeugenden Sieg. Der drittplatzierte Mangold hatte zwar auch eine starke Leistung am Rad geboten, verlor aber beim Laufen wieder alles.

Verwunderung über Top-Leistungen neben Berufsleben

Sieger Wihlidal war vom Rennen, das am Sonntag bei Schlechtwetter stattgefunden hat, begeistert, schränkt aber ein: „Als Sieger ist es immer schön!“ Zumindest er konnte sich mit den Bedingungen anfreunden.

„Ich arbeite Vollzeit, bestreite Triathlons nur als Hobby, und dass es dann immer wieder für so weit vorne reicht, ist erstaunlich“, wundert sich der zweifache Familienvater selbst. Nach seinem beruflichen Sabbatical im Vorjahr, bei dem er sich verstärkt dem Sport widmen konnte, hat er ja längst wieder andere Prioritäten.

Dass Wihlidal am Rad aber voll hinhalten kann, wenn es darauf ankommt, hat er in Podersdorf unterstrichen. Und beim Laufen setzte er sich in der zweiten Runde ab. „Die letzten Kilometer hab ich dann wirklich genießen können!“