Kathi Beierl schreibt NÖ Bobgeschichte. Erstmals in der Geschichte des Bobsports hat ein NÖ-Schlitten einen Podiumsplatz im Weltcup erreicht.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 25. November 2020 (01:11)
Katharina Beierl schrieb mit ihrem zweiten Platz im Weltcup von Sigulda NÖ Bobsportgeschichte.
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Niederösterreichs Bobsport-Präsident Kurt Teigl jubelt! Beim Weltcup in Sigulda hat es am Samstag den ersten Podestplatz für Österreichs Bob-Frauen gegeben. Die 27-jährige Katrin Beierl belegte mit ihrer niederländischen Bremserin Jennifer Onasanya im Zweier den zweiten Platz. Der Rückstand auf die deutsche Siegerin Mariama Jamanka betrug nur 0,13 Sekunden. Platz drei ging an Jamankas Landsfrau Kim Kalicki (+0,58 Sekunden).

„Das Feld war wegen der Coronavirus-Pandemie zwar ausgedünnt, aber vor allem die starken Deutschen waren alle am Start, da zählt ein zweiter Platz schon viel“, freut sich der Innermanzinger Teigl mit „seiner“ Athletin, auch wenn die US-Amerikanerinnen, Kanadierinnen und Russinnen fehlten und am Ende nur acht von neun Schlitten in die Endwertung kamen.

Der Purkersdorfer Skeletonfahrer Alexander Schlintner fiebert seinem ersten Weltcupeinsatz entgegen.
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„Für Kathi war bislang ein dritter EM-Platz 2019 das Karrierehighlight und Sigulda zählt eigentlich nicht zu ihren Lieblingsbahnen“, erinnert sich Teigl, dass die Wahl-Innsbruckerin vor zwei Jahren auf dieser schwierig zu lenkenden Bahn gleich mehrmals gestürzt war. Diesmal fuhr sie im zweiten Lauf aber sogar ex aequo mit Siegerin Jamanka Laufbestzeit. Umso ärgerlicher ist daher ein Fehler im ersten Lauf. „Da stellte sie auf der Geraden richtig quer, sonst wäre diesmal sogar der Sieg drinnen gewesen“, ist Teigl überzeugt.

Schon am Freitag hatte bei den Skeletonis die Tirolerin Janine Flock das Frauenrennen gewonnen, Florian Auer belegte bei den Männern Rang 14.

Am kommenden Wochenende folgt ein zweiter Weltcup in Sigulda, dann hoffentlich auch wieder mit den Bobmännern. Die mussten zuletzt nämlich unverrichteter Dinge abreisen, nachdem es im Laufe der Woche positive Coronavirus-Fälle gegeben hatte. Für den Purkersdorfer Alexander Schlintner (fährt Skeleton für das Team Teigl) gibt es durch die Coronafälle aber sogar gute Nachrichten. Er wurde für das zweite Sigulda-Wochenende nachnominiert und darf sich somit auf seinen ersten Weltcupeinsatz in Österreichs Nationalteam freuen.