Achtungserfolg von Martin Wolf beim Future-Cup

Erstellt am 30. November 2022 | 02:52
Lesezeit: 3 Min
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Im Wletklassefeld landete Martin Wolf mit einem starken Sprung am 13. Rang.
Foto: Rulsch
Tullnerbacher Kunstturner auf der Bühne der Stars von morgen in Linz.
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In seiner 17. Auflage versammelte der Future-Cup 105 Zukunftshoffnungen aus drei Kontinenten bei einem der renommiertesten Nachwuchsmeetings im Juniorenbereich (U 18) weltweit. Die Liste internationaler Stars, die in Linz am Start waren, ist lang. Vom dreifachen Olympiasieger Max Whitlock über Boden-Weltmeister Gianni Regini Moran und drei weitere Medaillengewinner der WM 2022 bis dutzende Finalisten bei Welt- und Europameisterschaften.

Im Teambewerb siegten heuer hauchdünn die talentierten Österreicher vor England und Kanada. Es ist kein Geheimnis, dass Österreich niemals bessere Junioren als die aktuelle Generation hervorgebracht hat. „Das Niveau der Turner aus 16 Nationen wurde als eines der höchsten der Geschichte des Formats tituliert, zumal elf Nationalteams dabei waren“, zeigte sich LLZT-Coach Guido Zelaya beeindruckt.

Angesichts des enorm starken Starterfelds erreichte der Tullnerbacher Martin Wolf mit Rang 29 einen Achtungserfolg. Als bestes Gerät gelang ihm Rang 13 am Sprung.

„Die Wettkampfsaison war heuer lang und mit zahlreichen internationalen Starts sehr anstrengend“, weiß Zelaya. Die Vorbereitungsphase für Linz war mehr als suboptimal, Wolf kämpft mit mentalen Herausforderungen. Der 7.-Klässler im BORGL St. Pölten hat Mühe rund 30 Wochenstunden Training neben der Schule unter zu bringen.

Der 16-Jährige wird aber noch weitere zwei Jahre in der Juniorenklasse an seinen Küren feilen können. „Es braucht Geduld, nicht jeder Turner hat dieselbe Entwicklung, bis er die internationale Eliteklasse erreicht“, weiß Zelaya. Wolf selbst ist „teil-zufrieden“. „Ich habe erstmals einen Katchev gestreckt eingebaut und er ist mir sogar gelungen.“

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Marie Wolf bereitet sich auf den nationalen Kadertest vor.
Foto: privat

Lange war dieses Flugelement am Reck für ihn ein Angstelement. „Eigentlich ist das nicht rational begründbar, aber mit meinem neuen, mit Sporthypnose vertrauten Mentalcoach, hab ich das jetzt überwunden.“

Schwester Marie Wolf (18) kennt diese Herausforderungen gut und unterstützt ihren Bruder auch in ihrem letzten Jahr im SLZ/BORGL St. Pölten nach Kräften. Trotz Maturavorbereitungen ist Österreichs Nummer Drei am Sprung nach ihrer Verletzung im Sommer auf Kurs und nimmt mit neuem Trainerteam Anlauf auf den nationalen Elite-Kadertest im Dezember.