Einstand nach Maß für Werner Panhauser. Der Pressbaumer Werner Panhauser fährt bei seinem ersten Porsche-Einsatz am Slovakiaring gleich aufs Stockerl.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 12. Mai 2021 (00:43)
Werner Panhauser fuhr erstmals mit dem 400 PS starken Porsche 911 GT3 und holte sich zusammen mit dem Wagenbesitzer beim Ravenol-Stundenrennen am Slovakiaring Rang drei. 
Privat

Pandemiebedingt muss sich mancher Motorsportler neue Herausforderungen suchen, um seinen Sport ausüben zu könen. So auch der Ex-Rallycross-Staatsmeister Werner Panhauser. Der Pressbaumer versuchte sich jetzt erstmals am Steuer eines GT-3-Tourenwagens.

„Der Terminkalender im Rallycross ändert sich leider im Stundentakt, bei den Titans wurde gerade alles abgesagt, da muss man offen sein für neue Herausforderungen“, meint der 51-jährige Versicherungsdirektor. Gerhard Flenreiss, der Besitzer und Einsatzfahrer des Porsche 911 GT3, hatte sich im Vorfeld des Ravenol-Stundenrennens am Slovakiaring nahe Bratislava nach einem erfahrenen Co-Driver umgesehen. Panhauser, der 2018 in Le Mans bei den historischen Tourenwagen den dritten Platz ins Ziel gebracht hatte, traute sich den Einsatz auf dem fast 400 PS starken Porsche zu.

Werner Panhauser
Privat

„Ich fand mich dann bereits am Freitagmorgen sehr schnell zurecht und sorgte für manch hochgezogene Augenbraue“, durfte er sich bereits im zweiten Training über schnellere Zeiten als der Stammfahrer freuen. Und Panhauser knallte auch die schnellste Qualizeit für die Startaufstellung im Team in den Asphalt.

Das 31 Boliden starke Feld, prall gefüllt mit Porsche 911 GT 3, dem flammneuen KTM XBOW GTX , einigen KTM GT 4, sowie Ferraris, Alpina BMW und einer Armada von BMW M3, wurde fliegend losgelassen. Panhauser stürzte sich von Startposition 21 ins Highspeed-Geschehen. „Während sich vor der ersten Kurve die Mehrheit der Protagonisten links einsortierte, wodurch es zu mancher unsanften Berührung kommen sollte, habe ich mich eher innen aufgehalten und konnte bereits in den beiden ersten Kurven zwei Kontrahenten überholen“, schildert er das Startprozedere. Die nächsten 30 Minuten waren geprägt von Positionskämpfen und konstanten Rundenzeiten um 2:22 Minuten. Panhauser übergab den „weißen Hai“ nach 30 Minuten auf Rang 17 an seinen Teamkollegen Flenreiss.

Technische Defekte, viele Dreher, und ein High-Speed-Ausrutscher ins Kiesbett von Corvette-Fahrer Markus Bereuter prägten die zweite Rennhälfte. Das neu formierte Team hingegen konnte den Sack zumachen. Flenreiss brachte den Porsche am dritten Rang in der Klasse bis 4000ccm und am 14. Gesamtrang ins Ziel.

„Der Speed passt, nix kaputt gemacht und am Siegertreppchen, was will man mehr“, bilanzierte Panhauser zufrieden und schaut schon in die Zukunft. „Eventuell gibt es eine Wiederholung im Juni beim Lauf in Rijeka.“