Ab jetzt gibt's Handball im Wienerwald

Letzte Woche war Trainingsstart für den neuen Verein Union Handball Wienerwald in Purkersdorf.

Claus Stumpfer
Claus Stumpfer Erstellt am 22. September 2021 | 02:39
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Das Nachwuhstraining des neuen Purkersdorfer Handballvereins ist letzte Woche voll angelaufen. Trainer Harald Hausner, Obmann Mathias Klemmer-Nendwich, die helfende Hände Elisabeth Holzer und Doris Grabner, sowie Trainer und Nationalteam-Torhüter Florian Kapier und Ex-Nationalteamspieler Gerald Grabner als Initiator, sportlicher Leiter und auch Trainer (v. l.) mit Sportstadtrat Albrecht Oppitz.
Foto: privat

Am Dienstag hat der im Frühjahr in Purkersdorf neu gegründete Verein Union Handball Wienerwald mit seinem Training begonnen.

Das Funktionärsteam um die Ex-Nationalteamspieler Gerald Grabner (Sportlicher Leiter) und Milan Ivanovic (Cheftrainer) sowie die Handballinsider Harald Hausner (Organisationsleiter) und Mathias Klemmer-Nendwich (Administrationsverantwortlicher) erkannten das große Potenzial, in der Wienerwaldregion ein Handballtraining für Jugendliche anzubieten. Kurzentschlossen gründeten sie den Verein.

„Neben Klubs in Wien gibt es in der erweiterten Wienerwaldregion nur noch in Tulln, St. Pölten, Korneuburg und Mödling Handballvereine“, sagt Grabner.

Die Möglichkeit Handball zu trainieren, nahmen schon an diesem Dienstag 60 Kinder in der Sporthalle der AHS Purkersdorf wahr. Bürgermeister Stefan Steinbichler und Vize Kirnberger überzeugten sich zuerst bei der Registrierung von der Umsetzung aller notwendigen Covid-19-Maßnahmen, aber dann auch vom riesigen Andrang. Und in der Halle war das Interesse, das die Kinder hatten, aber auch der Spaß, denen ihnen Handball macht, unübersehbar.

Volle Unterstützung der Gemeinde hilft sehr

Vereinsobmann Mathias Klemmer-Nendwich ist nach der ersten Woche zufrieden: „Seit wir unseren Verein zum ersten Mal den Gemeindevertretern vorgestellt haben, ist uns große, persönliche und parteiunabhängige Unterstützung zuteil geworden. Damit können wir in unserer Wienerwaldregion nun den Kindern diesen tollen Sport näher bringen, da macht man die viele Arbeit gern!“

Gerade nach und mit der Pandemie ist es den Funktionären wichtig, dass sich Kinder wieder bewegen und die Möglichkeit bekommen, in Vereinen zu trainieren. Und dies wurde nun in die Tat umgesetzt. Schon beim Trainingsstart wurden mit den Kindern die ersten Grundlagen von Handball eingeübt. Nach einigen Versuchen war das richtige Passen und Fangen gelernt und man konnte sich an tiefergehende Übungen wagen. Sichtlich fröhliche und mitunter auch erschöpfte Kids verließen im Anschluss die Sporthalle.

Dank Westwien-Partnerschaft bis zum Profibereich

„Aus Kapazitätsgründen bestand der Fokus der Bewerbung in den letzten Monaten vor allem im Gemeindegebiet von Purkersdorf, doch dies soll sich in den nächsten Monaten ändern und der Verein wird sich auch in den anderen Wienerwaldgemeinden präsentieren“, verspricht Grabner.

Als Partner der Profi- und HLA-Mannschaft SG Handball Westwien besteht zu der selbst definierten Trainingsphilosophie — „mit Spiel und Spaß gefördert und gefordert werden“ - die Option, talentierte Kinder bis in den Profibereich zu begleiten. Ziel ist es, schon in der kommenden Saison mit etlichen Mannschaften an den Meisterschaften teilzunehmen.

„Das österreichische Männerhandballnationalteam ist seit Jahren die erfolgreichste Teammannschaft Österreichs und durchgehend regelmäßiger Teilnehmer bei Europa- und Weltmeisterschaften. Damit dies so bleibt, möchten wir in unserer Region die Basis für weitere Nationalteamspieler legen“, sagt Grabner, der selbst lange Jahre ein Teil dieser Mannschaften war.

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Bürgermeister Stefan Steinbichler (r.) und auch sein Vize Andreas Kirnberger waren gleich beim ersten Training interessierte Beobachter in der Halle.
privat

Zu ihm hat Handball Wienerwald im Trainerteam den serbischer Ex-Nationalteamspieler Milan Ivanovic sowie die aktuellen österreichischen Nationalteamspieler und Profis bei Westwien, Torhüter Florian Kaiper und Flügelspieler Julian Ranftl, als Coaches gewinnen können.

Kaiper erinnert sich noch gut an seine ersten Berührungen mit Handball. „Da war ich so alt war wie die Kinder hier in der Halle. Es ist schön, meine Erfahrungen aus dieser Zeit und aus meiner Karriere an die nächsten Generationen weiter geben zu können“, freut er sich, Teil des Projekts zu sein.

Auch die weiteren Trainer sind hoch ausgebildet und waren unter anderem nationale und internationale Handballspielerinnen. Von deren Können und den Ambitionen machte sich tags darauf auch Sportstadtrat Albrecht Oppitz ein Bild.

„Die Vereinsverantwortlichen sind seit Wochen mit über 120 Eltern in Kontakt“, was laut Oppitz für die Region rekordverdächtig und einzigartig sein dürfte. „Da hier Sportwissenschafter Hand in Hand mit Sportmedizinern und in weiterer Folge mit den Eltern zusammen arbeiten wollen, steht dem Erfolg des Projekts nichts im Weg“, ist er überzeugt.